Der Religionsfrieden von 1555 beendete endgültig die bischöfliche Jurisdiktion in den protestantischen Territorien. Damit scheiden die Pfalz-Zweibrückischen Gebiete auch aus der Diözese Metz aus. Im Lande selbst wird das der Auftakt zur Säkularisie¬ rung der Klöster und Stifte in den folgenden Jahren. Jedoch bleibt deren Besitz nach württembergischen Vorbild ein landeskirchliches Sondervermögen, verwaltet durch die Kirchen- und Klosterschaffneien. Aus diesem Ursprung resultieren, wie bereits bemerkt, die meisten Kirchenstellen landesherrlichen Patronats. Zentrale Kirchen¬ behörden hat die Landeskirche erst nach dem Dreißigjährigen Kriege erhalten. 206