zulässig sein sollten86. Diese Rivalitäten verschärften sich nach 1933 noch, da ein regelrechter Wettstreit unter den Ortsgruppen herrschte, welcher Verein die meisten Mitglieder rekrutieren konnte. Noch in der Aufbauphase der Organisation wurde Vogel von seiner „saarabischen“ Vergangenheit eingeholt. Während der um sein Sozialprestige bedachte Redakteur in den Kreisen des nationailiberalen, protestantischen Saarbrücker Bürgertums, in¬ nerhalb der Kriegervereine, unter seinen Kollegen und bei seinen Vorgesetzten in der Bergwerksdirektion tatsächlich eine gewisse Popularität erlangt hatte, brachten ihm Teile der Arbeiterschaft gerade aus diesem Grund Mißtrauen entgegen. So wertvoll seine Kontakte zu Persönlichkeiten des preußischen Verwaltungsapparates sowie der Montan- und Eisenindustrie für die Saarvereinsarbeit insgesamt waren, lasteten viele gebürtige Saarländer im rheinisch-westfälischen Industrierevier dem System ..Hilger- Vogel“ die Schuld dafür an, daß sie wegen kritischer Äußerungen zu Anfang des Jahrhunderts ihre alte Heimat hatten aufgeben müssen87. Als offiziöses Sprachrohr der Bergwerksdirektion hatte der „Bergmannsfreund“ unter Vogels Leitung stets den s<> Beispiele für konkurrierende Verbände: Duisburg, Meiderich und Hamborn bzvv. Wuppertal, Elberfeld und Barmen: Vgl. SF 11 (1930) 4, S. 83 f.; SF 12 (1931) 7, S. 112. Vgl. Protokoll einer Besprechung in Essen vom 11.06.22 (12.06.22), in: BA-R 8014/139.