Warthenberg (F, Döp. Bas-Rhin, Arr. Saveme, Cant. Saveme, Com. d'Emolsheim-les-Saveme) Eine Burg namens Warthenberg bei Emolsheim-lds-Saveme705 scheint im Besitz der Dagsburger Grafen gewesen zu sein. Diese sonst nicht näher bekannte Burg wird in einer im Jahre 1158 ausgestellten Urkunde des Abtes Erpho von Neuweiler erwähnt706. Hugo VIII., gleichzeitig Vogt von Neuweiler, hatte bei Abt und Konvent der Abtei angefragt, ob man ihm einige Wiesen unterhalb besagter Burg übertragen könnte, welche der Abtei zugehörten707. Jene Bitte ergibt zweifellos nur einen Simi, wenn der Dagsburger Graf ebenfalls Inhaber der Burg gewesen ist. Er wird die Burg, die inmitten der Besitzungen der Abtei Neuweiler lag, von dieser Abtei zu Lehen gehabt haben. Während Würdtwein die Burg Warthenberg noch in dem Ort Dossenheim ange¬ siedelt wissen wollte708, wird die Burg neuerdings aus guten Gründen mit der ehemaligen Burg auf dem Daubenschlagfelsen identifiziert, die schon seit längerem bekannt ist709, und deren Reste seit Beginn der achtziger Jahre dort ausgegraben werden710. Die Burg war nach den archäologischen Befunden im 12. Jahrhundert errichtet worden, scheint jedoch nicht lange existiert zu haben711. Die Funktion der Burg war wohl, den Eingang des Zinseltales abzusichem und gleichzeitig die Abtei Neuweiler und deren Pertinenzen zu kontrollieren712. Weckmund (F, Dép. Haut-Rhin, Arr. Colmar, Cant. Wintzenheim) Siehe den Artikel 'Hoh-Egisheim'. Wintzenheim (F, Döp. Haut-Rhin, Arr. Colmar, Hauptort des Cant.) Besitz der Egisheimer Grafen in dem elsässischen Ort Wintzenheim713 - der wohl über die Gemahlin Gerhards III. von Egisheim, Berta, aus ehemaligem burgun- 7°5 Clauss, Wörterbuch, S. 327 f. 706 Drucke: WÜRDTWEIN, 9. Bd., Nr. 187, S. 365 ff. - Schöpfljn, Alsatia diplomatica I, Nr. 298, S. 247 f. 707 Ebda., S. 365; siehe dazu ausführlich oben den Art. 'Dossenheim'. 708 Würdtwein, 9. Bd., Nr. 187, S. 367, Anm. b. 709 Siehe Clauss, Wörterbuch, S. 328. 710 Siehe R. Friedel, Das Schloß auf dem Taubenschlagfels, in: Études Médiévales. Archéologie et histoire 3, Saveme 1985, S. 7-9; dazu R. KlLL, Un inédit de René Friedel sur le château de Daubenschlagfetsen, in: ebda., S. 5 f.; zu den Ausgrabungen siehe B Haegel u. R. Kill, Daubenschlagfelsen - Foullie du dispositif d'entrée et de la zone située au Sud-Est du donjon, in: ebda., S, 11-40; zusammenfassend B. Haegel u. R. Kill, Die Burg Warthenberg-Daubenschlagfelsen, in: Leben im Mittelalter 30 Jahre Mittelalterarchäologie im Elsaß, hrsg. v. M. M. Grewenig, Speyer 1992, S. 283-286. 711 Siehe Habgel u. Kill, Warthenberg-Daubenschlagfelsen, S. 286. 717 Ebda., S. 285. 713 Siehe Reichsland III, S. 1218 f. 494