Dagsburger Grafen zuzurechnen568. Gertrud von Dagsburg hat diese Orte im Jahre 1224 erst in ein Lehen des Metzer Bistums umgewandelt569, somit ist die gesonderte Erwähnung der besagten Orte in den Gesta episcoporum Mettensium nur folgerichtig. Auch Herrenstein scheint nicht dem Metzer Amtsgut angehört zu haben570. Diese eben angeführten Quellenbelege stützen meines Erachtens deutlich die Schlußfolgerung, daß der Ort Sarrebourg ebenso wie Herrenstein, Saaralben und Türkstein nicht dem Amtsgut der Metzer Grafschaft zugerechnet werden darf. Über den Zeitpunkt, wann die Dagsburger Grafen Sarrebourg vom Metzer Bischof zu Lehen erhalten haben, schweigen die Quellen. Möglicherweise ist dies schon in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts geschehen, wie der oben erwähnte Besitz von einem Drittel des Sarrebourger Zolles durch die Abtei Hesse nahelegt. Nach dem Tode Gertruds von Dagsburg im Jahre 1225 wurde Sarrebourg zusam¬ men mit Saaralben, Türkstein und Herrenstein vom Metzer Bischof als erledigtes Metzer Lehen eingezogen571. In der Folgezeit hat der Metzer Bischof in Sarrebourg und den anderen genannten Orten die Befestigungsanlagen erneuern und ausbauen lassen572. Selestat/Schlettstadt (F, Dep. Bas-Rhin, Hauptort des Arr.) Die Frage, ob die Egisheimer Grafen ursprünglich allodialen Besitz in dem oberelsässischen Schlettstadt573 hatten, ist eng mit dem in der Mittelalterforschung viel diskutierten Problem der Abstammung Hildegards, der Gemahlin des Staufers Friedrich von Büren574, verknüpft, denn sie brachte in die Ehe mit dem Staufer Ländereien im Raum von Schlettstadt ein, die zum großen Teil als Ausstattungsgut für die von Hildegard und ihren Söhnen gestiftete St. Fideskirche Verwendung fanden575. Erst jüngst wurde durch Eduard Hlawitschka wohl endgültig festgestellt, 568 Siehe dazu die Art. 'Sarralbe/Saar alben' und Turquestein/Türkstein'. 569 Die Urkunde ist abgedruckt bei Marichal, Cartulaire 1, Nr. 147, S. 343 f., Zitat, S. 343: Ego comitissa de Daborch notum facio ... , quod ego, laude et assensu mariti mei, accrevi feodum quod a domino meo, episcopo Metensi, tenere debeo, de hiis omnibus que habeo apud Trukestein ... in Alba, cum appendiciis eorum, ita quod terram appendentem ad Albam faciam volere singulis annis centum libras Metensium, et si tantum non valuerit, ego teneor quod defuerit perficere in terra mea propinquiori inde, et cum hiis omnibus reddidit michi dominus meus episcopus calamentum quod ab ipso tenere debebam. 570 Siehe den Art.'Herrenstein'. 571 Richeri gesta Senoniensis ecclesiae, MGH SS XXV, lib. IV, cap. 23, S. 312; Gesta episcoporum Mettensium, continuatio altera, MGH SS X, S. 548. Siehe die Zitate auf S. 471 in Anm. 551. 572 Gesta episcoporum Mettensium, continuatio altera, MGH SS X, S. 550. Siehe das Zitat auf S. 471 in Anm. 552. 573 Zu Schlettstadt allgemein vgl. Clauss, Wörterbuch, S. 1001-1024. 574 Hlawitschka, Grundlagen, S. 31-102, der sämtliche bis 1990 erschienene Literatur zu dem Problem verarbeitet. 575 Siehe die einschlägigen Urkunden aus den Jahren 1094 und 1095, abgedruckt bei WÜRDITON, 6. Bd„ Nr. 109, S. 256 ff. u. Nr. 110, S. 258 f. 474