kommen der Eberhardiner, die Grafen Hugo VII. und Hugo VIII. von Dagsburg- Moha, als Wohltäter von Luders. Sie begaben die Abtei mit einer Kapelle im elsässischen Laubenheim und Besitz ebendort, wie wir aus einer erst 1141 aufgezeichneten Lhkunde erfahren171. Die Vogtei über das Kloster Lüders ist anscheinend über Heilwig von Egisheim, welche Graf Gerhard von Vaudemont geheiratet hat, auf die Grafen von Vaudemont übergegangen171 172, denn Gral' Hugo, der älteste Sohn Heilwigs, ist uns 1118 als Vogt von Lüders bezeugt173. Verlagerung des politischen Schwerpunktes Die Verlagerung des machtpolitischen Schwerpunktes der Familie von der Burgundischen Pforte weg hin zu weiter nördlich, im Elsaß gelegenen Gebieten, die - ausgelöst durch den Konflikt mit König Otto I. - in der Folgezeit einsetzte, manifestiert sich deutlich in der Stiftung mehrerer sogenannter Hausklöster. Besonders ist liier die Stiftung des Klosters Altdorf zu nennen, die vor allem politisch motiviert gewesen sein dürfte und den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Klosterstiftungcn durch die Familie bildete, die nicht zuletzt auch von der durchaus frommen Gesinnung und von der Aufgeschlossenheit der Familie gegenüber dem monastischen ¡.eben zeugen und die bis hin zur Stiftung von Val-Notre-Dame um 171 Die Urkunde, welche wahrscheinlich nach dem 11. Januar 1141 aufgezeichnet wurde, berichtet von mehreren zeitlich voneinander getrennten Vorgängen. So hat einst Graf Hugo VII. von Dagsburg und Moha der Abtei Lüders eine Kapelle geschenkt, die der Onkel Hugos VII., der Archidiakon Eiruno von Toul, in dem östlich von der Burg Girbaden gelegenen Weiler Laubenheim hatte errichten lassen: Notum sit.... quod Hugo comes ... dedit et in perpetuum habere concessit Ecclesiae Sanctae Dei gentricis Mariae et Sancti Deicoli de Lutra, et monachis inibi servitio Dei vacantibus capellam juxta Girbadum apud Lobias sitam ob remedium animae suae et patris sui scilicet Alberti comitis et avunculi sui Brunonis archidiaconi Tullensis et omnium antecessorum suorum, qui Bruno praefatam Capellam ... construxit (Urkunde, abgedruckt bei Würdtwein, 7. Bd., Nr. 36, S. 96-98, Zitat, S. 96 f.) Man erfährt weiter, daß der Sohn und die Witwe Hugos VII., Hugo VIII. und Gräfin Gertrud, schließlich im Jahre 1137 die Schenkung im Beisein des Straßburger Bischofs bestätigt und um 30 jugera, wohl auch bei Laubenheim gelegen, vermehrt und darüber hinaus noch einen Höngen namens Albert und dessen zwei Schwestern dem Altar der Kapelle Ubergeben haben: filius autem ipsius puer Hugo videlicet et ftialer sua Gertrudis Comitissa ad eundem locum cum praesule Gebehardo egregie memorie viro venientes, incepto dedicationis officio, donationem prius factam legitime confirmaverunt, insuper et ecclesiae dotem per triginta jugera pro signo confirmationis auxerunt, et Albertum et duas sorores suas ad altare dederunt (ebda, S. 97); zur Datierung vgl. RegBfeStr. 1, Nr. 462, S. 322. 172 So schon G. Poull, La Maison ducale de Bar, Tome 1er: La maison ducale de Haute- Lorraine (942-1033). Les premiers comtes de Bar (1033-1239), Rupt-sur-Moselle 1977, S. 67. 173 Die Urkunde, welche die Translation der Kolumbanreliquien nach Lüders beinhaltet, ist abgedruckt bei Viellard, Documents, Nr 142, S. 194: Anno ad Incarnatione Domini millesimo Coctavox, ... xn°leal, iulii, cenobio Luthre interesse sed alio negotio sancte Ecclesie postea valde magno interveniente absente, Hugone filio comitis Gerar- di eiusdem loci advocato cum matre sua Hilwidi, est facta sancti Columbini translatio Viellard identifiziert den in der Urkunde genannten Grafen Gerhard fälschlicherwei¬ se mit Graf Gerhard von Egisheim (ebda., Anm. 4) 186