Epange (Gde. Charleville-sous-Bois, Ktn. Vigy). Den frühesten datierbaren Hinweis liefert 1179 eine Bulle Papst Alexanders III.19 In ihr wird der Abtei die grangia mit allem dazu Gehörenden bestätigt. Urban III. führte 1 186 20 zusätzlich zur grangia ein Gut, genannt possessio comitis, auf der Rückseite des Hofes auf, das die Abtei von Graf Ludwig dem Jüngeren von Sarre- werden im sechsten Jahr vor seinem Tod21 erhalten hatte. Der von 1161-1181 als Abt von Weiler-Bettnach belegte Roger kaufte für die Abtei von Gerlach von Vil- ling (Willingen) und dessen Söhnen und Tochter ihre Güter in Epange (Eppingen) und Guirlange (Gerlecingin) für 120 s.22 Abt Reiner von Bouzonville und St. Mar¬ tin in Trier verpachtete 1184 das gesamte Allod quod Bosovilense Monasterium habet Epingen [sic!] gegen 2 s. jährlichen Zinses. Über dieses Geschäft wurde ein Chirograph angefertigt, dessen eine Hälfte mit den Siegeln der Äbte von Bouzon¬ ville und Ste.-Croix-devant-Metz in Weiler-Bettnach und dessen zweite Hälfte mit den Siegeln der beiden letztgenannten Äbte und des Abtes Albert von Weiler- Bettnach in Bouzonville hinterlegt wurde23. Epange war alter Besitz von Bouzon¬ ville, weckte aber durch seine Lage in der Nähe von Weiler-Bettnach schnell des¬ sen Interesse24. Noch im 12. Jh.25 schenkte Johannes von Megange (Mekinge) ein sehr großräumig umschriebenes Allod zwischen Epange (Epinge), Bliesbom (Blisburne) und Guirlange (Gerildenge)26. Bischof Robert II. von Verdun erklärte 1259, daß in seiner Gegenwart die drei Brüder und Ritter Jacobus de Ranpon, Lu- dowicus und Johannis de Donballe gemeinsam mit ihrer Schwester Heilvydis ihren Teil an dem Wald Castele bei Epange Weiler-Bettnach überlassen haben27. 1286 verkaufte Johann, genannt Furkkeum, mit Zustimmung seines Sohnes Wilhelm sei¬ nen Anteil an dem Wald zwischen Mögange (Megenges) und Epange (Eppenges)28. Um Wiesen in Epange kam es 1295 zu einem Streit mit den Bewoh¬ nern des Nachbarortes Guinkirchen, der von den Priestern Matthias von Guinkir- chen und Peter von Hinckange zugunsten Weiler-Bettnachs entschieden wurde29. 19 ADM H 1715 Nr. 2; ADM H 1755 Nr. 2; gedruckt bei WOLFRAM: Papsturkunden, S. 293-296 Nr. 10. 29ADM H 1755 Nr. 3; gedruckt bei WOLFRAM: Papsturkunden, S. 314-317 Nr. 22; Regest bei HERRMANN: Geschichte, S. 629 Nr. 1903. ^ 1 Da Ludwig zwischen Dez. 1174 und Dez. 1176 starb, erfolgte die Schenkung zwischen 1168 und 1170; vgl. HERRMANN: Geschichte, S. 629. 22 ADM J 6470b. 23 ADMH 1714, fol. 144r-146r; ADM H 376 Nr. 1 [1184 VII 23]; MRR II, S. 145 Nr. 509. 24DICOP: Bouzonville, S. 83; REL II, S. 267; Alte Territorien II, S. 343. Eine angebliche Gü¬ terübertragung schon 1144 läßt sich nicht verifizieren. 25 Die Urkunde ist undatiert, doch die Erwähnung des Touler Elekten Matthias unter den Zeugen er¬ möglicht eine Fixierung auf die Jahre 1197/98. 26 ADM J 6470a; ADM H 1714, fol. 148r-v. 27 ADMH 1714, fol. 124v-125r [1259 II 11]. 28 B.N., Coli. Lorr. 976 Nr. 35 [1286 IV], 29 ADMH 1714, fol. 147r-148r; ADMH 1795 Nr. 8 [1295 VIII 20]. 279