auch Walcher von Morimond genannt ist. Er dürfte vor Ort Heinrich von Kärnten und die ihn begleitenden Mönche und Konversen in Gegenwart zahlreicher geistlicher und weltlicher Großer offiziell in ihren neuen Wirkungsbereich eingeführt haben. Heinrich begleitete seine Verwandte Mathilde auf ihrem Weg zur Vermählung mit Graf Theobald von der Champagne, in dessen Herrschaftsgebiet das Kloster Clairvaux lag. Möglicherweise kam er hier mit Bernhard in direkten Kontakt. Theobald war es zu verdanken, daß Heinrich - vielleicht in Absprache mit Bernhard - 1146 das Bistum Troyes in der Champagne übertragen wurde. Besondere Bedeutung gewann die Entscheidung zugunsten Heinrichs dadurch, daß er Bischof Hatto (1112-45), einer herausragenden Gestalt der Bistumsgeschichte von Troyes, im Amt folgte. Eine gewisse Brisanz lag darin, daß dem Zisterzienser Heinrich ein Mann Platz machte, der sich ins Kloster Cluny zurückzog100. Heinrich verwaltete das Bistum bis zu seinem Tod in den letzten Januartagen oder am 1. Februar 1169101. Begraben wurde er in der Zisterzienserinnen-Abtei Boulancourt (D£p. Haute-Mame, Gde. Longeville, Ktn. Montier-en-Der), einer ursprünglichen Niederlassung von Regularkanonikem, die Heinrich selbst 1150 Bernhard von Clairvaux übertragen hatte102. 100 ROSEROT DE MELIN, S. 80. 101 OBITUAIRES, S. 225 D, S. 237 F, S. 321 A, S. 329 A, S. 341 C, S. 352 H, S. 452 D. Zum Werdegang Heinrichs seit der Wahl zum Bischof von Troyes s. GRILL: Heinrich, S. 43-48. 102 ROSEROT DE MELIN, S. 91.