Bouillon, an die Herzoge von Brabant und von Kleve anheftet, einen Namen zu geben: Loherain Garin wird Lohengerin, Lohengrin,141 der übrigens in Saarbrücken, der Sammel¬ stelle aller Hofgesellschaften aus Ober- und Niederlotharingien, aus Limburg, Brabant, Lüt¬ tich, Flandern, Lothringen, Metz, Luxemburg, Mömpelgard und Bar, nach dem mittelhoch¬ deutschen Lohengrin-Roman (4. Viertel 13. Jh.), bei der Reiherjagd in die Saar fällt, ciö sprach ein ritter offenbar: er was gevallen ... in die sar worauf die vürstinne von Lutringe, die ebenso neugierig wie vergeblich darauf wartete, den Schwanenritter zu einem Rendezvous zu empfangen, kurzerhand in seine Herberge reitet und dem kaum getrockneten Lohengrin ihre ehrenvolle Aufwartung macht.141 142 Das wollen wir für ein gutes Zeichen der innerlotharingischen Verständigung und amitié halten ... 141 Ferdinand Lot, Le mythe des enfants cygnes. In: Romania 21. 1892, S. 62-67; Claude Lecouteux, Melusine et le Chevalier au cygne. Paris 1982, S. 124f.; Walter, 'Hervis de Metz' (wie Anm. 140), S. 1 5 7 ff. 142 Thomas Cramer, Lohengrin. Edition und Untersuchungen, S. 275ff., besonders v. 1768f. Vgl. Ders., in: Verfasserlexikon (wie Anm. 96). Bd. 5. 1985, Sp. 899ff.; Heinz Thomas, Der Lohengrin, eine poli¬ tische Dichtung der Zeit Ludwigs des Bayern. In RhVjbll. 41. 1 977, S. 1 38-1 59; Horst Wenzel, Die Datierung des Lohengrin. Beiträge zu einer Forschungskontroverse. In: Ebd. 41.1977, S. 1 38-159; Joa¬ chim Heinzle, Wandlungen und Neuansätze im 13. Jahrhundert (1220/30 - 1280/90). Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit, hg. v. J. Heinzle. Bd. 2,2. Tübingen 21994, S. 11 2f.; Ders., Weitere Überlegungen zur Datierung des 'Lohengrin'. Ebd. 42 (1978), S. 455-467; Christa Bertelsmeier-Kierst /Joachim Heinzle, Zur Datierung des Lohengrin. In: Zs. für Deutsches Altertum 122.1993. S. 418-424. Für dieses Werk war wohl Ludwig II., Herzog von Oberbayern und Pfalzgraf bei Rhein (1253-1294) der Auftraggeber. 244