gesuchten116 Klosteriandschaft117 118 in einer Kernzone karolingischer Herrschaft/18 in der ein Nachwirken der Reformen des 9. Jahrhunderts sowohl in einigen Mönchskonventen als auch in verschiedenen Kanonikergemeinschaften möglich gewesen zu sein scheint; die gün¬ stige geographische Lage, die es erleichterte, Impulse aus dem Westen aufzunehmen; und die Einbeziehung in den Herrschaftsbereich der erstarkenden ottonischen Monarchie, die das durch Auseinandersetzungen erschütterte Land befriedete und damit erst den politi¬ schen Rahmen schuf, in dem sich die Klosterreform voll entfalten konnte. 116 Die Vorstellung von einem allgemeinen Niedergang des Klosterwesens und der Klosterzucht in den Jahrzehnten um die Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert ist inzwischen ersetzt worden durch eine dif¬ ferenzierende Betrachtungsweise, die trotz aller nicht zu leugnenden Verfallserscheinungen ebenfalls vorhandene Kontinuitäten betont; vgl. dazu etwa Choux (wie Anm. 38) passim, bes. aber S. 62 und 65 f.; Wispl i nghoff, Lothringische Klosterreform (wie Anm. 88), S. 146 f. und 150; Boshof, Kloster und Bischof (wie Anm. 6), z.B. S. 244; Nightingale (wie Anm. 41) S. 93 f., und al lg. Tel lenbach (wie Anm. 4) S. 96. 11 7 Vgl. dazu Michel Parisse, La Lorraine monastique au Moyen Age, Nancy 1981, S. 11-35, bes. 20-25. - Zumindest in den rheinländischen Regionen Niederlothringens gab es im Vergleich zu Ober¬ lothringen eine deutlich geringere Anzahl von Klöstern benediktinischer Prägung: Vgl. dazu die Karten bei: Prinz (wie Anm. 103) S. 681 ff. Nr. XII A-C und Eugen Ewig, Frühes Mittelalter (= Rheinische Geschichte I 2, hg. von Franz Petri und Georg Droege), Düsseldorf 1980, S. 172, sowie al lg. Boshof, Kloster und Bischof (wie Anm. 6), S. 239 ff.; Felten (wie Anm. 89) passim und ders., Die Bedeutung der 'Benediktiner' (wie Anm. 89). Teil II, in: RhVjbll 57(1 993) S. 1 -49, bes. 1 f; Erich Wisplinghoff, Die Benediktinerklöster des Rheinlandes bis zum 12. Jahrhundert, in: Untersuchungen zu Kloster und Stift (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 68 = Studien zur Germania Sacra 14), Göttingen 1980, S. 61-77, bes. 62-65. Vor allem aber ist das nördliche Lotharingien ebenso wie das westfränkische Reich wesentlich stärker als die Trierer Kirchenprovinz von den Normannen heim¬ gesucht worden: Vgl. dazu die schon angeführte Karte von Ewig sowie Egon Boshof, Königtum und adelige FHerrschaftsbildung am Niederrhein im 9. und 10. (ahrhundert, in: Klaus Flink und Wilhelm Janssen (Hgg.), Königtum und Reichsgewalt am Niederrhein (= Klever Archiv 4), Kleve 1983, S. 9- 41; Walther Vogel, Die Normannen und das fränkische Reich bis zur Gründung der Normandie (799-911) (= Heidelberger Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte 14), Heidelberg 1906 [ND Aalen 1973], passim und die beigefügte Karte, sowie zu den beiden Einfällen, von denen der oberlothringische Raum betroffen war, bes. S. 286 f. und 342; Albert D'Haenens, Les invasions nor¬ mandes en Belgique au IXe siècle. Le phénomène et sa répercussion dans l'historiographie médiévale (= Université de Louvain. Recueil de Travaux d'Histoire et de Philologie, 41’ série, Fasc. 38), Louvain 1967, S. 43-61, 126-143, 151-162 und 343 f. (Karten), sowie al lg. Hans-Werner Goetz, Zur Land¬ nahmepolitik der Normannen im Fränkischen Reich, in: AHVNrh 183 (1980) S. 9-17. 118 Vgl. dazu etwa Otto Gerhard Oexle, Die Karolinger und die Stadt des heiligen Arnulf, in: FmaSt 1 (1967) S. 250-364, oder Matthias Werner, Adelsfamilien im Umkreis der frühen Karolinger. Die Ver¬ wandtschaft Irminas von Oeren und Adelas von Pfalzel (= VF, Sonderbd. 28), Sigmaringen 1982. 141