d. die sofortige Regelung der Währungsffage aus wirtschaftlichen Gründen, e. die Einführung des im Reich geltenden Straf- und Strafprozeßrechts für Hoch- und Landesverratssachen. Die politische Tragweite dieser Umstellung auf Reichsrecht "auf einen Schlag" ist sofort ersichtlich. Nach Erledigung dieser Umstellungen, glaubte man, die restli¬ chen Gesetze "in Ruhe" einführen zu können. Im übrigen wurde festgestellt, daß, was den jetzigen Rechtszustand im Saargebiet anbelangte, keines der Gesetze, die auf den durch den nationalsozialistischen Umbruch zum Siege gekommenen Rechtsgedanken beruhten, eingeführt worden sei. Die vom Reich abweichende Rechtsentwicklung an der Saar beurteilte der Landgerichtspräsident in Saarbrük- ken wie folgt12: a. Bürgerliches Recht BGB Mietgesetzgebung Arbeitsrecht Jugendwohlfahrtgesetz Aufwertung der Markhypotheken b. Handelsrecht Deutsches Aktienrecht Deutsches Wechselgesetz Deutsches Schenkgesetz Recht betr. den unlauteren Wettbewerb und einige Änderungen des Genossen¬ schaftsgesetzes - eingeführt 12 Im folgenden nach der Denkschrift v. 25.9.1934. Vgl. hierzu die "Denkschrift zur Frage der Rechte* Vereinheitlichung im Saarland, bearbeitet von ORR Nonweiler, Ende Oktober 1937*. LA Saarbrücken, Min. d. Innern, Nr. 76 (bes. das gegenwärtig noch angewandte Rekorecht oder gegenwärtig im ehemals bayerischen Gebiet noch angewandte bayerische Landesrecht). Vgl. dazu NSZ- Rheinfront Nr. 121 v. 24.5.1935. - geringfügige Änderung - vom Reich abweichend - Entwicklung des dt. Rechts nicht mit¬ gemacht - bis auf einige Abweichg. eingeführt - bis auf die Kommunal-Anleihen und Industrieobligationen durchgeführt - nicht eingeführt - nicht eingeführt - nicht eingeführt 190