ANHANG A * Das Stichprobenverfahren Der komplette Umfang des Arbeitsdatensatzes von 15.361 Fällen kam aufgrund der kohortenmäßigen Differenzierung innerhalb der Grundgesamtheit aller Melderegister und Volkszählungsdokumente zustande. Insgesamt wurden für Diedenhofen, Esch und Malstatt-Burbach neun Stichproben auf der Basis von 1.069 Einheiten gezogen, zuzüglich der Gesamterfassung der Hüttenarbeiter. Die Volkszählungen der Stadt Esch wurden in einer dreifach geschichteten Stichprobe erfaßt, dazu deren Einwohnerregister zusätzlich in einer kleinen Sondierungsstichprobe. Dem Diedenhofener Register wurde ein melde¬ jahrgangsweise proportional geschichtetes Sample gewidmet. Die Malstatt-Burbacher Register fanden Berücksichtigung in - einschließlich des Hüttenregisters - insgesamt sieben zeitlich und berufsständisch geschichteten Stichproben. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen auf der Hand: die Auswahlmethode gründet auf einer objektivierbaren und geschlossenen stochastischen Theorie und bedarf keiner inhaltlichen Vorinterpretation wie im Falle der Buchstabenmethode. Darüber hinaus sind die im Sample gewonnenen quantitativen Daten hinsichtlich ihrer stichprobentheoretischen Präzision und Zuverlässigkeit rechnerisch überprüfbar. Die Güte moderner Stichproben¬ verfahren erweist sich u.a. regelmäßig an den häufig erstaunlich präzisen Umfrageergeb¬ nissen und Hochrechnungen anläßlich von demokratischen Wahlen, zu deren Erstellung man sich vergleichbarer stochastischer Modelle bedient. Die Ergebnisgenauigkeit ergibt sich für jeden einzelnen, der aus den Stichproben gewonnen, numerischen Werte durch die Umstellung der Formel zur Bestimmung des Stichprobenumfangs. Beispielsweise errechnet sich die stichprobentheoretische Ge¬ nauigkeit eines so ermittelten Prozentwertes aus der Quadratwurzel von p mal q mal t2, dividiert durch den Stichprobenumfang, wobei p den prozentualen Anteil der Samplewerte in der Stichprobe ausdrückt, welche die erwünschte Information enthalten, q den prozentualen Anteil der Samplewerte, welche die Abfragebedingung nicht erfüllen, und t2 die vorgegebene (in der Regel 95- oder 99prozentige) Sicherheit repräsentiert. In ähnlicher Weise ist die Genauigkeit eines stichprobenmäßig ermittelten Durchschnitts¬ wertes zu errechnen.10 Computers zufällig ausgewählt und jeweils alle Treffer'’ in den Arbeitsdatensatz aufgenommen. 10 In diesem Falle wird t mit der Standardabweichung des Mittelwertes multipliziert und durch die Quadratwurzel der Stichprobengröße dividiert. 339