Abb.20 : Verteilung der Binnenwanderer in Diedenhofen auf die lothringischen Kreise (Vgl. Tab.30) Zuzug aus den Saarkreisen. Erst nach 1900 dürften mehr Migranten von der Saar an die Mosel gekommen sein als umgekehrt.113 Dieser Befund deckt sich mit den Ergebnissen der Malstatt-Burbacher Migrationsanalyse hinsichtlich des Wanderungsumschlags mit Elsaß-Lothringen.114 Das Elsaß stellte mit seinen überaus hohen Wegzugsanteilen (Abzugsrang 3) in Relation zu den Zuzugsquoten (Herzugsrang 6) ein Nettoabzugsgebiet für Diedenhofen dar. Ähnliches gilt für die Austauschbeziehungen mit den westeuropäischen Staaten in den 1880er Jahren und in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts. Zwar existierte keine sehr rege Bevölkerungsbewegung zwischen Nordlothringen und dem nahegelegenen Belgien geschweige den Niederlanden oder Großbritannien, jedoch der Wanderungsstrom von, vornehmlich aber nach Frankreich hinein war nicht ganz unerheblich (Herzugsrang 7, 113 Auf eine nähere Betrachtung des Wanderungsaufkommens mit anderen Landschaften als Lothringen wurde aus stichprobentechnischen Gründen verzichtet. Hinsichtlich der Saar kann jedoch erwähnt werden, daß sich der Wanderungsaustausch mit dem Kreis Saarbrücken besonders intensiv gestaltete, was in erster Linie für die Jahre nach 1900 naheliegend ist, da die Röch- lingschen Hüttenwerke in Völklingen (Kreis Saarbrücken) und Diedenhofen Schwesterwerke waren. Die Orientierung des Kreises Saarlouis auf Lothringen hin ist an anderer Stelle bereits angesprochen worden und bestätigt sich hier. Daneben spielte der nächstgelegene preußische Kreis Saarburg/Saar im Diedenhofener Wanderungsgeschehen eine gewisse Rolle. 114 Vgl. S.149. 165