Zeitpunkt schon Kleinstadtcharakter. Die Garnison spielt im städtischen Leben eine entscheidende Rolle. Ungefähr ein Viertel der knapp 5.000 Einwohner sind Soldaten. Die Stadt ist "chef-lieu" des gleichnamigen Arrondissements und zudem Gerichtsort. Trotz der Konkurrenz des nur etwa 20 Kilometer südlich gelegenen Metz ist Thionville für sein agrarisches Hinterland das entscheidende Gewerbe- und Handelszentrum. Bereits Abb. 1 : Überblickskartc des Untersuchungsraumes Saarland-Lothringen-Luxemburg mit den Städten Malstatt-Burbach, Diedenhofen (Thionville) und Esch-an-der- Alzette im 17. Jahrhundert kamen auf 1.500 Einwohner 132 Handwerker. Vor allem die Nach¬ frage des Militärs läßt die Handwerksbetriebe florieren. Dazu zählen auch Tuchma- chereien, Gerbereien und Brauereien, darunter nicht zuletzt die große Brauerei im benachbarten Yutz (Jeutz). Mehrere große Mühlen befinden sich auf städtischem Bann. Berühmt sind die Holzverarbeitungsbctriebe, die Möbelfabrikation und die Fertigung von Bauhölzern durch die örtlichen Schreiner und Zimmerleute. Einen weiten Einzugsbereich bis tief nach Innerfrankreich sowie ins benachbarte Ausland haben die Messen und Märkte der Stadt: die traditionelle Septembermesse, die Getreidemesse und der Vieh¬ markt. Dazu kommen die für die umliegenden landwirtschaftlichen (Klein-)Betricbe und die alltägliche Versorgung der Stadtbevölkerung eminent wichtigen Wochenmärkte. Bis 27