In anderen Fällen ist es ganz deutlich, daß *M die Liste :;'P benutzt hat, die in E ein¬ gegangen ist: Nr. XIX Rogobertus, aliis Dagobertus XXV Adalelmus, aliis Adaselmus *M ist also eine äußerst eklektische Liste, die jedoch auch die in Tholey hand¬ schriftlich vorliegenden Listen A und ::'P benutzt hat. Eigenen textkritischen Wert besitzt sie jedoch nicht. Schon F hat sich kritisch gegenüber *M verhalten. Wo möglich, hat F die Daten überprüft, wie eben schon dargelegt. F hat Namen, die ihm als Dubletten erschie¬ nen (Hildi = G Nr. 17; Berthehadus = G Nr. 26), ausgeschieden. Nach dem Stu¬ dium des Streites zwischen Adalhelm und Bischof Hildinus um die Abtei, dessen Akten er in Luc d’Achery’s ,Spicilegium‘ (Bd. XII, p. 276) nach eigenen Angaben eingesehen hatte, hat F aus begreiflichen Gründen die Namen Adelelmus (Nr. XXV) und Hildinus (Nr. XXVI) in der Liste umgesetzt. Bemerkenswert ist auch die Entschiedenheit, mit der F die von G, aber auch von Brouwer (D3) implizierte Gleichsetzung der Abte Eberwin von Tholey und Eberwin von St. Martin in Trier ablehnte. Am Ende der Liste hat F offenbar zusätzliche, nicht aus *M entnomme¬ ne Informationen über die Abte Theobert D’Hame (1730-1759)83 und Maximinus Motte eingearbeitet: Theobert d’Hame a) Herkunft aus St. Wendel b) Regierungsantritt 18. 6. 1730 c) Titel pater pauperum Maximinus Motte a) Herkunft aus Luxemburg b) Wahl 30. 7. 1759 c) Confirmatio 25. 8. 1759 d) Weiheil. 11. 1759 Unter Übergehung des Abtes Salvinus Schaad erwähnt F schließlich die Ernen¬ nung von N. de Salabert zum Kommendatarabt durch den französischen König Ludwig XV. am 23. 8. 1769. Aus den vorangegangenen Untersuchungen zu den Tholeyer Abtslisten ergibt sich folgende stemmatische Tafel: 83 Vgl. zu diesem Abt Schmitt, Theobert d’Hame 35 ff. Er trägt als Sohn einer St. Wendeier Patrizierfamilie den Namen des Tholeyer Heiligen Theobertus. Das erklärt sich dadurch, daß der Tholeyer Abt Mauritius Gralinger am 19.8.1703 Taufpate des späteren Nachfol¬ gers war. 45