Das dritte Diagramm vergleicht das Aufkommen und die Verbreitung der Weis- tümer aus dem grundherrlichen Bereich mit Weistümern für Vogt, Hochgerichts¬ herren und Landesherren. Dabei zeigt sich, daß Grundherrschaft und Vogtei- weistümer im wesentlichen einander entsprechen: Sie kommen zur gleichen Zeit auf und erreichen den Höhepunkt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die landesherrlichen Weistümer dagegen stammen mit nur einer Ausnahme75 75 Dem Kuseler Landgerichtsweistum für das Königreich im Ostertal von vor 1444, inhaltlich könnte man auch das Weistum von Saargemünd von 1421 dazu zählen, das jedoch formal eine Hochgerichtsweisung ist. 34