Zinkweiler (432) Lk. Ottweiler, Gde. Illingen-Gennweiler und Gde. Merchweiler. a) Auf der linken Seite der Merch, südlich von Illingen, an der Gemar¬ kungsgrenze (fn Zinkweiler 307,2) Merchweiler1. b) Auf dem Bann von Illingen-Gennweiler finden sich in der Zinkweiler genannten Flur 10 im Jahre 1859 die beiden Distriktbezeichnungen ln Zinkweiler und Zinkweiler Gewann2. In der Flur 6 (gen. Hahn) von Merchweiler heißt es 1850 Zinkweiler Gärten und In den Zinkweiler Gärten3. c) Dorf, d) + 15. Jh. e) Am 23. Juni 1266 gestattet Graf Simon von Saarbrücken, daß aus seinen Wäldern in Gennweiler und Cinkwilre, die vom Hof Völklingen abhän- gen, Friedrich Kofle und seine Leute, die in diesen Orten wohnen, sich liegendes Holz zum Brennen und stehendes für die Anfertigung und Ausbesserung von Wagen und Pflügen holen dürfen4. Im Mai 1305 wer¬ den die Söhne des Hennemann von Zinkweiler, Niklaus und Werner, erwähnt5. Im Jahre 1432 verpfändet Adam von der Ecken dem Hans von Rittenhofen sein Gut zu Zinkweiler und Gennweiler7. 1434 bzw. 1437 ver¬ setzt Peter von der Ecken den Eheleuten Henchin von Haller zu Haller seine Renten und Rechte zu Zinkweiler8. 1444: Zinkweiler83. Eine Urkunde vom 8. April 1448 bestätigt, daß sich Adam von der Ecken vor rund fünf Jahren von dem Hans von Rittenhofen 50 rhein. fl. geborgt hat und die¬ sem dafür die Pfandschaft Uü Zingwilr mit allem Zubehör überlassen hat®. f) Ab 1477 werden Gennweiler und Zinckweiller nur noch gemeinsam ge¬ nannt10. Im Jahre 1488 kauft Philipp von Clotten, Schultheiß zu Saarbrük- ken, für 250 gute rhein. Gulden von Margarethe von der Ecken, Äbtissin zu Herbitzheim, alles was sie in den Dörfern, Bännen und Gerichten zu Zinckweiler und Gennweiler an Leuten, Gerichtsbarkeit, Wäldern, Wei¬ hern, Wegen, Mühlen, Äckern, Wiesen, Gärten, Büschen etc. besaß11. Für 1509 ist ein Bannberiß zu Zinckweiller erhalten12. Der Bannberiß zu Zinck¬ weiller von 1533 macht u. a. folgende Angaben: Item zum ersten an ein Nußwinkelr die Humes bis zur Erdbühresborn und von Erdbühresborn bis in den Margtweg, von Margtweg bis zu Falgelster Eich, von Fagel- ster bis zu der Heibig Eich, von der Heibigen an bis ui den Stein bei Hosterrod, von demselben Stein an bis ui den Stein ein Placketenwege, von dem Stein an in Blacketenweg bis ui die Kolgruben und von der Kolgrub an bis ui den Stein an in Ridenhumes, und von dem Stein an in Ridenhumes bis ui den Stein in Gebeisberg13. Im Jahre 1526 verkauft Ja¬ kob von Clotten, wohnhaft zu Saarbrücken, dem Grafen Johann Ludwig von Nassau-Saarbr. alle seine Rechte an und seinen Besitz in den Dör¬ fern und Bännen zu Zinckweiler und Gennweiler14. Die Fräuleinsteuer von 1537 führt Zinkweiler und Gennweiler wiederum gemeinsam auf: Gesamtabgabe fünf Gulden der Meier daselbst 2V2 Gulden und Henrich 2V2 Gulden15. Ein Verzeichnis von 1586 spricht von zweien Aniälien, näm¬ lich ui Absterben Clasen Barbren und der Schneiders Erben mit Empteh- 416