Wahlen (Vgl. auch Merscheid Nr. 248) Lk. Saarlouis, Gde. Lebach. a) Nördlich von Jabach, westlich von Lebach auf der rechten Theelseite. c) Hof. d) Dreißigjähr. Krieg. e) 1296: Wallein, 1298: Wale, 1333: Val menscheid1. Im Jahre 1475 tauscht die Witwe des Friedrich von Greifenclau, Katha¬ rina von Elter, mit Heinrich von Warsberg den Hof Wahlen gegen ein Sechstel am Hof Bußdorf2. Das sog. Feuerbuch von 1563 zählt zu Wahlen drei Feuerstätten3. Hans Ludwig von Hagen erhält bei der Erb¬ teilung 1565 die Herrschaft zur Motten u. a. mit einer Vogtei zu Wahlen (mit einer Abgabe von je drei Hähnen und je drei Hühnern zu Wahlen)4. Das Sal- oder Gültbuch der Kellerei St. Wendel besagt 1606, daß die Höfe Wahlen, Hahn und Jabach in die Lebacher Herrschaft gezählt wer¬ den5. 1602 verzichten Kaspar Martin de la Haye, Herr von Bellefontaine und Cons, und sein Bruder Franz Peter auf die Höfe Jabach, Hahn und Wahlen im Hochgericht Lebach zugunsten der Brüder Nikolaus und Philipp Daniel von Hagen6. Vielleicht identisch mit Malvenscheid oder Hof Merscheid. f) 1618/19/20: Wallen7. 1780: Vahlen*. A) 1 K. Hoppstädter, Gern. u. Ortslex, (Manuskr.). — 2 Ders., Von Hagen zur Motten, S. 74. — 3 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 7432, fol. 126 (vgl. auch Nr. 7433 und 7434); StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 12928/29, S. 433 ff, — 4 K. Hoppstädter, Von Hagen zur Motten, S. 60. — 5 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 12928, S. 436 (vgl. auch Nr. 12929). — 6 LA Saarbr. Archiv Schloß Münchweiler Urk., Nr. 206. — 7 AD Nancy B 9325, fol. 42; B 9327, fol. 22. — 8 StA Koblenz Abt. 702 Nr. 7301. B) G. Baltzer, Hist. Not. II, S. 127. Walbach (387) Lk. Merzig-Wadern, Gde. Losheim. Zu Beginn des 13. Jh. nennt das Güterverzeichnis der Abtei St. Maximin Besitz in Walbach. Im Jahre 1303 beginnt die Gerichtsbarkeit des Vogtes bei dem Stein im oberen Teil von Scheiden und erstreckt sich bis Zwalbach. Von Zwalbach reicht sie bis Walbach, von Walbach bis zur Linde in Nieder¬ losheim etc.2 Das Dorf Walbach zwischen Mitlosheim und Niederlosheim soll durch die Pest des 14. bzw. des 15. Jh's ausgestorben sein3. Jedenfalls bestand die Siedlung 1491 nicht mehr4. Die Schöffenweistümer von Rapp¬ weiler und Zwalbach aus den Jahren 1547, 1552, 1595 und das Weistum des Hochgerichtes Wadern von 1646 nennen nur noch die Wabach (bzw. Wall¬ bach)5. A) 1 MRU 2, S. 458 Nachtrag Nr. 16. — 2 StA Koblenz Abt. I A Nr. 2336. — 3 K. Lamprecht, Dt. Wirtschaftsleben I 1, S. 265; W. Zengerle, Losheim, S. 62. — 4 StA Koblenz Abt. 211 Nr. 750. — 5 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 3963, Bl. 8, Bl. 16, Bl. 24 u. Abt. 38 Nr. 793, Bl. 121. B) W. Jungandreas, Hist. Lex. II, S. 1086. Walfingen (388) (unsicher) Lk. Saarlouis, Gde. Leidingen. Im Flurdistrikt Weißer Rand wurden römerzeitliche Ziegelstücke, darun¬ ter eine gestempelte Scherbe QVSABE, und Tongefäßscherben gefunden, die 393