Hahn, Han (156) Lk. Saarlouis, Gde. Lebach, Ab Wpl. Hahn. а) H. Nießen: „Ursprünglich soll das Stammhaus derer von Hagen in dem Dorfe Hahn gewesen sein, und man nimmt an, daß der Name des Dorfes Hahn von dem Worte Hagen abstamme. Es haben sich in der Tat in dem Orte Hahn Überreste eines Schlosses, die auf graues Altertum schließen lassen, vorgefunden. Ferner spricht auch für die obige Annahme, daß in Hahn die Grundgerichtsbarkeit von den Freiherren von Hagen geübt worden ist1." L. Prinz: „Hagen, oft zu Hahn, Hain abgeschliffen, war zu¬ erst ein Waldgehege mit dem Nebensinn des Hochliegenden2." c) Vom selbständigen Dorf zum Hof. d) + 1550. e) 1075: Haga3; 1173: Hagena4; 1179: Hagene5; 1197: Hagene6; um 1200: de Надето7; 1241 de (ab) in dagine8; 1262: de Hone3-, 1277: de la Haye10-, 1282: de la Haie11-, 1296: Hanne12-, 1319: van me Hagene13. Ein Friedrich vom Hain bzw. Hane wird 1497 und 1518 genannt14. Im MA bis zur französischen Revolution bildete Lebach mit Landsweiler, Niedersaubach, Rümmelbach, Jabach und Hahn eine reichsunmittelbare Herrschaft, und zwar waren zuletzt Kur-Trier, Pfalz-Zweibrücken, die Freiherren von Hagen zur Motten je 2h und die Abtei Fraulautern zu 1h daran beteiligt. Das Jahrgeding vom 27. Sept. 1563 zu Lebach: Befragt ob die drei Höf nämlich Gobach, Haan und Woelen auch den vier Herren, wie vor erzählt, zugehörig, oder aber einer der daran etwas mehr be¬ rechtigt, als der ander. Sagen, daß die Höf für sich und wann etwann in demselben Höfen jemand Zank mit Urkunden bekommen würde, soll solches ui der Brücken zur Motten, wie dann ein jeder Herr, mit seinen eigenen Leuten zu tun pfleget, verglichen und entschieden werden15. An einer anderen Stelle werden Niedersaubach, Eidenborn, Landsweiler, die Höfe Wahlen, Han und Japach zur Lebacher Hoch- und Obrigkeit des Hauses Hagen zur Motten gehörig aufgezählt16. Daraus wäre zu schließen, daß sich Hahn vor 1550 von einer Gruppensiedlung zur Einzel¬ siedlung entwickelt hat. Allerdings sind 1563 noch drei Familien zu Han ansässig17. f) Bei der Erbteilung von 1565 verbleiben die Höfe Wahlen, Hahn und Ja¬ bach am Eigentum der Herrschaft zur Motten. An Geflügel müssen Hahn, Wahlen und Jabach jeweils drei Hähne oder Hühner abliefern18. Kaspar Martin, Herr von Bellefontaine und Cons, und sein Bruder Franz Peter verzichten 1602 gegenüber den Brüdern Johann Nikolaus und Philipp Daniel von Hagen auf die Höfe Jabach, Hahn und Wahlen im Hochge¬ richt Lebach10. 1618 und 1620: Haan20. Der Dreißigj. Krieg hat dann auch den Hof vernichtet. In den Jahren 1614 und 1658 wird der Zehnt von Lebach und Hahn zusammengenannt, der jedoch 1659 wegen Kriegslauf nicht geliefert werden kann21. Um 1673 beträgt der Hahner Zehnt (allein) sieben Malter und 1675 fünfeinhalb Malter. Eine Unterthanen-Tabelle vom Hochgericht Lebach von 1791 zählt einschließlich der Häuser, so das gemeine Recht nicht haben (Hintersassen), die Namen von insge¬ 211