Saargebiet, S. 302. — A. Ruppersberg, Grafschaft Saarbr. Bd. I S. 56, II S. 6, III. — Ders., St. Arnual, Essen 1930, S. 17 u. S. 77. — K. Schwingel, Hundding, S. 45 f. — W. Zimmermann, Saarbrücken, S. 241. Athlingen (21) Lk. Ottweiler, Gde. Wiesbadi. a) Lage: nordwestlich vom Ortskern Wiesbach, an der Gemarkungsgrenze zu Habach und Eppelborn, rechts vom Wiesbach. b) 1772 bzw. 1844/45 wird die Flur 6 von Wiesbach Athlingen genannt. Da¬ bei finden sich in dieser Flur die Gewannamen Vor Athlingen und Hinter Athlingen. Zwar liegt jenseits von dem Flurteil aufm Acker das Gewann In der untersten Ath und zwar finden wir am südlichen Ortsrand an der obersten Ath (und die oberste Afh), dennoch glaube ich, daß Athlingen mit diesen Flurteilen nichts gemeinsam hat, zumal ja die oberste Ath sich am anderen Ende des Dorfes ausbreitet. Wenn L. Prinz glaubt, daß Athlingen aus Acht-ling eine ähnliche Bildung wie Wiesling aus Wiese (= kleine Wiese oder Wiesenland) ist und damit als Wüstungsname ausscheiden würde, so muß man entgegenhalten: Endungen auf -ling oder -ing kann man bei der Durchsicht des gesamten Flurnamenmaterials des Saarlandes in vielen Beispielen fin¬ den, jedoch -ingen (Bsp. Völklingen) bleibt den ON Vorbehalten. Was Ath anbetrifft, sei auf die Zeugnisse von Athweiler verwiesen (siehe Wüstung Adweiler) von 1275 Adwilre (Kleinottweiler), 1579 Adtv/eiler etc. der ON der Stadt Ottweiler, die alle auf Weiler des Ado zurückge¬ führt werden müssen, L. Prinz selbst schränkte in seiner Doktorarbeit noch ein: „Allerdings könnte man auf Grund der patronymischen Endung -ingen eine eingegangene Siedlung vermuten.” A) Kat. A. Ottweiler, Parcellar-Plan Gemeinde Wiesbach, Urkataster 1844/45, M. 1:1193. B) F. Hellwig, Wü. Saargebiet. — K. Hoppstädter, Sdl. Ottweiler, St. Wendel, S. 9. — L. Prinz, Fln u. ON, S. 385. — Ders., Wü. Saarland, S. 2. — J. Schmitz, Wiesbach, S. 31. — C. Schnur, Eingegangene Sdl., S. 36. Auf den Heidenhäusern (vgl. Alterbringen) Lk. Merzig-Wadern, Gde. Erbringen und Gde. Hargarten. Auf der Brach Lk. St. Wendel, Gde. Bosen. In der Flur 2 Auf der Brach wurde eine mittelalterliche Siedlung festgestellt. Ebenfalls wurden am Zallenberg in der Flur Auf der Brach römerzeitliche Grabstätten und ein römerzeitlicher Siedlungsplatz gefunden. B) H. Baldes, Birkenfeld, S. 527. — Gern. u. Ortslex. 2, S. 52. — A. Kolling, Archäol. Funde Lk. St. Wendel, S. 35 und S. 39. — G. Schmitt, Wü. St. Wendeier Land, S. 57. Augea (keine Wüstung; auch nicht mit Stalle identisch) Lk. Merzig-Wadern, gegenüber von Besseringen. Augea wird im Güterverzeichnis der Abtei Mettlach um 1126 erwähnt: De iugera . . ., qui iacent in Augea iuxta Bezzeringen, ultra fluvium1. L. Grieb- 86