den Dreißigjährigen Krieg) die galloromanischen Bewohner nicht völlig ausgerottet wurden, haben diese sich an einige (vielleicht befestigte) Punkte zurückgezogen. Die einrückenden Germanen, welche die Holzbauweise mit¬ brachten, sahen diese mit Stein gebauten Niederlassungen als etwas Besonderes an und gebrauchten diesen Namen. In der Folgezeit verschwan¬ den diese Bevölkerungsreste und ihre Siedlungen. Die Macher-Namen wur¬ den bei der Berechnung des Wüstungsquotienten in der Wüstungskarte und im Katalog jedoch weggelassen, da sie schon im Frühmittelalter, spä¬ testens aber vor 1200, verlassen waren. Johann Andreae berichtet 1638 über ein Dorf, uff der Mauren also genannt, nahe bei Heusweiler177. Bei Engersmacher hält die Sage die Erinnerung an eine ehemalige Siedlung wach. Für Macherheck in der Gemarkung von Bübingen (-Saarbrücken) werden 1656 die Magern, 1691 Hinter den Machern und 1761 Auf der Macherheck belegt178. In den Jahren 1458, 1511, 1513, 1520, 1537, 1538, 1550 und 1591 werden in den Weistümern die Macher bzw. die Machern bei Ensheim und Eschringen erwähnt179 180. Die Zweibrücker Oberamtsbeschrei¬ bung von 1547 nennt bei Seyweiler und Walsheim die SteinmechersiM. Auf Grund des Flurnamenmaterials wurden im saarländischen Bereich 25 solcher Stellenbezeichnungen bisher aufgefunden: Altmauer oder Alte Mauer (Berschweiler-Marpingen, Bliesmengen-Bolchen/Bliesransbach, Gers- weiler, Güdesweiler, Püttlingen), Auf der alten Mauer bzw. Mauersfücker (Bubach i. O., Bubach-Calmesweiler), Auf der Mauer (Heisterberg, Heus¬ weiler, Hirzweiler/Mainzweiler, Schiffweiler, Wahlschied, Wolfersweiler), Auf Steinmacher oder Auf der Macher (Ensheim/Eschringen), Engersmacher (Auersmacher), Macherheck (Bübingen), Mauerchen (Schwarzerden), Mauer¬ heck (Borg/Eft-Hellendorf), Mecher (Büschdorf), Mechern (Namborn, Ober- leuken), Mechers (Winterbach), Steinmacher (Freisen, Seyweiler/Walsheim), Mohr (Hirstein), Weiß Mauer (Berschweiler, vgl. Altmauer), vielleicht noch Auf Maxmauer (Stennweiler). Von den Dörfern mit der -heim-Endung, die vor allem im Bliesgau, nicht aber im Saargau, zu finden sind, werden 13 im Wüstungsverzeichnis aufgeführt. Davon sind nicht alle sicher: Alt-Mit- losheim, Hirschheim, Meckenheim, Raubenheim, Rüdelsheim. — Buchheim, Gebersheim, Kirchheim, Ponsheim, Rüsselsheim und Oberlosheim scheinen in ihrer Zeit nicht unbedeutend gewesen zu sein. Insgesamt gesehen, sind die Heimorte relativ wüstungsanfällig und werden verhältnismäßig früh aufgelassen. Rund siebzig Ortschaften der -ingen-Gruppe, davon 23 unsicher, sind in das Wüstungsverzeichnis aufgenommen. Ihr Verbreitungsgebiet ist vorwiegend auf den Muschelkalkflächen und in den Flußtälern zu suchen (z. B. Bennin¬ gen, Diedelfingen, Eckingen, Friedrichingen, Kuchlingen, Pinningen). Ein 177 HStA Wiesbaden, Abt. 130 II Nr. 70, 4, S. 455. 178 H. E n g e 1 s , Ortsnamen, S, 64 f. 179 Pfalz. Weistümer, S. 398 ff. 180 L. Kampfmann, Ober-Amtsbudi 1547, S. 30. 50