sie mit der Produktion beginnen und die vorhandenen Gelder für Investitionen verwenden konnte. Vor allem Neunkirchen und Homburg waren durch die Stillegung der Eisenindustrie stark betroffen. Homburg erzielte 1936 einen Gewinn von 21 812,59 RM, während St. Ingbert infolge des besseren Verhältnisses der Kreditoren zu den Debitoren einen Gewinn von 69 517,78 RM verbuchen konnte. 1940 konnte Homburg einen Gewinn von 51 125,45 RM, St. Ingbert von 66 122,26 RM verzeichnen. Die Angestelltenzahl erhöhte sich bei Homburg im gleichen Zeitraum von 13 auf 18 Angestellte, während sie bei St. Ingbert mit 11 Angestellten konstant blieb. Am 23. März 1944 wurde das Bankgebäude in Homburg durch einen Volltreffer vollständig zerstört. Da der Angriff vormittags um 10 Uhr die Filiale über¬ raschte, konnten sich die Angestellten nicht mehr in Sicherheit bringen. 15 Bewohner des Hauses fanden den Tod. Da nur zwei Angestellte sich retten konnten und drei Angestellte, die sich in Urlaub befanden, von dem Unglück verschont blieben, mußte sofort von den anderen Zweigstellen Personal heran¬ gezogen werden. Die Filiale wurde in die Franz-von-Epp-Straße 3 verlegt. Nach dem Einmarsch der alliierten Truppen wurden alle drei Filialen mit Saarbrücken unter Sequesterverwaltung gestellt. c) Die Filialen Metz und Diedenhofen von 1940 bis 1944 Die Disconto-Gesellschaft hatte bereits am 1. September 1915 in Metz am Kaiser-Wilhelm-Ring 4 und 6 {später Avenue du maréchal Foch) eine Filiale eröffnet. Sie übernahm die Mittelrheinische Bank, die 1915 ihre Liquidation einleiten mußte. Die Mittelrheinische Bank war die einzige deutsche Bank in Metz, die in keiner abhängigen Beziehung zu den französischen Banken stand. Daher versuchte die Disconto-Gesellschaft die in Schwierigkeiten geratene Mittelrheinische Bank reibungslos zu übernehmen, um im Kräegsjahr 1915 jede Unruhe unter der Bevölkerung zu vermeiden. Die Filiale Metz hatte bis zum Jahre 1919, dem Jahr ihrer zwangsweisen Auflösung durch die franzö- siche Regierung, bestanden. Sie hatte Ende 1918 etwa 1600 Konten und eine Bilanzsumme von annähernd 40 Millionen Mark. Die Einlagen betrugen Ende September 1918 über 20 Millionen Mark. Auch die Deutsche Bank beabsichtigte schon vor dem Ersten Weltkrieg, in Metz eine Filiale zu eröffnen. Nachdem verschiedene Versuche mit den in Metz ansässigen Bankinstituten zwecks Übernahme gescheitert waren, begann die Bank mit einer Summe von 300 000 Mark gegenüber der Internationalen Bank in Luxemburg Filiale Metz, in gemieteten Räumen eine Filiale einzurichten. Der Krieg verhinderte jedoch das Vorhaben, so daß die Eröffnung bis nach dem Krieg verschoben wurde, wozu es nach dem verlorenen Krieg allerdings nicht mehr kam441. Nach Besetzung Frankreichs und Elsaß-Lothringens im Jahre 1940 errichteten deutsche Banken in den wichtigsten Städten Zweigstellen, einerseits durch Übernahme von Filialen französischer Banken, andererseits durch Neugründungen. Zum Filialbezirk Saarbrücken kamen durch Übernahme der Filialen des CIAL, 441 ASKB'DBM-C-1, Unterlagen der Filiale Metz. 122