was auf S. 335 folgt: „La chronique manuscripte de Metz, sur l’an neuf cents quatre vingt et un, remarque que les Citoyens de ceste ville ayant encouru l’in¬ dignation de l’Empereur Othon second, pour le désir qu’ils avoient de se main¬ tenir en leur liberté, s’entend contre les Evesques qui estoient alors leurs Seigneurs et qui iouyssoient absolument de tous les droits régaliens, ils s’allièrent avec Go¬ defroy le ieune fils de Godefroy a la barbe Comte d'Ardenne, Aubert Comte de Namur, Sigifroy Comte de Brey, Henry Comte de Durby, ... Comte de Grand- pré, Arnoul Comte de Chigny, Valeran Comte d’Arlon et avec Messire Roger pour se fortifier dans leurs desseins. Mais ceste alliance n’eût ny effet ny subsistance. — L’histoire des Comtes des Metz est un peu obscure en ceste période de temps. Car encor que la Chronique de Metz rapporte que cet Albert ou Adelbert ou Adélard qui mourut en la iournée de Remich zur Moselle, l’an huit cents octante deux, ait laissé un fils nommé Richard, qui luy succéda en la Comté de Metz, toute¬ fois ie ne l’ay point encor descouvert dans aucune piece authentique“. Und wohl noch einige weitere solche Stellen ließen sich anreihen. Meurisse lag also 1634, ein Dreiviertel-Jahrhundert vor Benoit Picart und Abbé de Camp, eine Metzer Chronik vor, die einen Grafen Richard erwähnte und diesen auch chronologisch und genealogisch einzuordnen versuchte, was freilich völlig mißlang. Der spät¬ mittelalterliche Charakter der Chronik zeigt sich schon am Interesse an den Bür¬ gerauflehnungen gegen ihren Stadtherrn, den Bischof, und an dem Faux-pas, zum Jahre 981 schon Grafen mit Burgennamen auszustatten. — War dies nun vielleicht die gesuchte Vorlage Benoit Picarts? Wir wissen es nicht. Da einerseits die sogn. Chronik des Praillon um 1550 von einem Manne, der des Lateinischen mächtig war und auch Römisches Recht studiert hatte, geschrieben worden ist16, wäre es durchaus möglich, daß der Autor gelegentlich auch lateinische Zitate17 aus älteren Quellen in sein Werk einstreute; und da sie andererseits heutzutage nur unvollständig erhalten zu sein scheint, wäre es ebensogut möglich, daß sich das bewußte Zitat in einem nicht erhaltenen Stück derselben oder evtl, auch in einer ursprünglich der Chronik beigebundenen Exzerptsammlung befand18. 16 Vgl. P. Mendel, Les atours de la ville de Metz, Étude sur la législation muni¬ cipale de Metz au moyen-âge, in: Annuaire de la Société d’histoire et d’archéologie de la Lorraine 42 (1933) S. 131. 17 Auch der Ausdruck Albecbouve, der im zweiten Zitat B. Picarts aus der „seconde cronique de Metz“ steht, läßt kaum auf eine französische Vorlage schließen. Auf S. 17 seiner Origine spricht Benoit Picart nochmals von einer „Chronique MS de Mets“ und gibt ein lateinisches Zitat daraus, das freilich eine Übernahme aus der Vita Arnulfs von Metz (MG SS rer. Merov. II S. 433) darstellt. Jedoch fehlt hier der bezeichnende Zusatz „seconde“. 18 Nach P. Mendel, a. a. O. S. 131 und S. 135 Anm. 61, befindet sich der zweite Teil dieser Chronik, der die Zeit von 1323 — 1497 umfaßt, in der Bibi. publ. von Épinal, der erste im British Museum in London, von welchem aber eine moderne Abschrift im Départementalarchiv Moselle in Metz liege. Merkwürdig ist nun, daß V. Châtelain, Le comté de Metz et la vouerie épiscopale II, in: Jahrb. d. Ges. 180