Mutter- bzw. der Vaterseite zuzuordnen ist, kann nicht auf Anhieb mit aller -wün¬ schenswerten Sicherheit erfolgen. Indes sind doch Anhaltspunkte vorhanden, die uns zu einer Lösung von hohem Wahrscheinlichkeitsgrad führen können. — Da der Name Waldri(cus) im Eintrag auf f. 57 r — nach der Aufzählung der nepotes — zu einem bislang noch nicht stärker hervorgetretenen Namengut hinüberleitet, muß man ihn wohl mit jenem in Verbindung bringen (wobei sidi die Richtigkeit dieses Schlusses bald erweisen wird); auf unsere Frage bezogen heißt dies dann: nicht er, sondern seine Gemahlin Lizuidis, nach der wohl auch die Schreiberin unserer Einträge benannt worden sein dürfte, ist den Geschwistern der Vater- oder Mutterseite der Schreiberin zuzuordnen. Von diesen beiden Möglichkeiten kann aber lediglich die väterliche Seite in Betracht kommen; und zwar nicht nur, weil in dem Schlüsseleintrag auf f. 55 v, in dem beide erscheinen, Verwandte der Mutterseite gänzlich fehlen, sondern weil auch im Namengut der Verwandten der mütter¬ lichen Linie, auf das wir jetzt achten müssen, der Name Lizuidis nicht vorkommt. Auf jenes Namengut der mütterlichen Familie (d. h. der Adelind-Familie) wird man nämlich aufmerksam, wenn man den von der jüngeren Lizuidis auf f. 56 r eingeschriebenen zweiten Eintrag betrachtet: Gisberga fratres mei Uriso Uualtier. Da Lizuidis — wie wir bislang feststellen mußten — in so auffälliger Weise Ver¬ wandte eintrug und Ursus — wie aus der Gorzer Gerichtsurkunde des Jahres 959 bekannt ist — sowohl der Vater als auch der Bruder der Lizuidis-Mutter Adelind hießen, dürfte dieser Eintrag wohl die Geschwister des Vaters oder die des Bru¬ ders der Adelind (d. h. weitere Geschwister Adelindes selbst) bezeichnen. (Das mei des Eintrages, statt sui, kann man vielleicht so erklären, daß Lizuidis nach Diktat Gisbergas schrieb). Da mit Huno, Arnulf, Gerart und Franco jedoch die Namen der Geschwister Adelindes und des jüngeren Ursus schon bekannt sind, kann es sich hier eigentlich nur um die Generation der Eltern der Adelindis/Acila handeln. Dem älteren Ursus wären also Gisberga und Walter als Geschwister anzureihen. Wenn Lizuidens Eintrag auf f. 53 r des Gedenkbuches von Remiremont, der uns vor allem die Geschwister der Adelindis/Acila aufzeigt, mit einer langen Namenreihe fortgeführt ist, in der die Namen Walter, Adelind (dreimal) und Fluno wiederkehren, dann dürfte das in der Tat nochmals auf die Mutterseite der Lizuidis-Verwandtschaft hinweisen und zugleich die Rekonstruktion der müt¬ terlichen Verwandtschaft der Lizuidis in der Generation vor Adelindis/Acila sichern. Wir werden also dem Vater der Adelindis/Acila, Ursus, einen Bruder Walter und eine Schwester Gisberga zuzuordnen haben. Im einzelnen kann diesen mütterlichen Verwandten der Lizuidis nun nicht weiter nachgegangen werden, weil weitere Einträge, die eine sichere Aufschlüsselung ermöglichen könnten, fehlen. Wenden wir uns indessen noch dem Schlußteil der von Lizuidis auf f. 57 r geschriebenen Namenreihe zu, der mit Waldri(cus), dem Gemahl der älteren Lizuidis (Tante der Schreiberin), einsetzt und die folgenden Namen umfaßt: Uualdri Gocelmus Uuidricus Ugo Gocelmus Pertais Fredelint 29