das über die Vereinigung bisher in der Öffentlichkeit gegeben wurde, ist ein vollständig falsches. Wir erklären feierlich, daß wir auf deutschem Stand¬ punkt stehen und weisen auf das Entschiedenste den Vorwurf zurück, daß wir der französischen Annexionspolitik Vorschub leisten würden. Wir lehnen es ab, daß man uns die französische Propaganda an die Rockschöße hängt, damit haben wir nichts zu tun und würden es uns verbitten, wenn die französische Propaganda sich künftig in unsere Sache hineinmischen würde, wie sie das in dem Wahllokal einmal getan hat. Wir haben uns in der Vereinigung für Hausbesitz und Landwirtschaft zusammengeschlossen und erfüllen eine vornehme deutsche Pflicht, wenn wir deutschen Grund und Boden lebensfähig erhalten wollen. (Zwischenruf des Abg. Röchling: Hört, hört!) Ja Herr Röchling, wenn Sie etwas anderes glauben, dann sind Sie eben falsch informiert. Wir wollen verhindern, daß es dem Kleingrund¬ besitz so geht wie der Großindustrie, die schon mit 60 °/o französischen Ka¬ pitals durchsetzt ist oder die Werke mit einer französischen Optiva hat belasten lassen. Vorsitzender unterbrechend: Ich nehme an, daß das Ihre Erklärung ist und Sie nicht nachher noch eine schriftliche Erklärung verlesen. Schmoll: Ich habe keine schriftliche Erklärung bei mir. Das was ich sage, ist meine Erklärung. Sie sollen vor allem wissen, mit wem Sie es hier zu tun haben. Wir sind der Ansicht, daß der Grund und Boden des Saargebietes das Kost¬ barste ist, was es zu verlieren hat und daß derselbe in deutschen Händen lebensfähig erhalten werden muß. Der Bevölkerung, die ich zu vertreten die Ehre habe (unterbrechen Sie mich doch nicht immer, melden Sie sich nachher zum Wort und antworten Sie mir dann) die Ehre habe, ist deutsch und will deutsch bleiben, und ich erkläre hiermit, daß wir jede Französie- rungspolitik ablehnen. Wir stehen auf einwandfreiem deutschem Stand¬ punkt, und geben uns nicht dazu her, französische Annexionspolitik zu treiben. Wir machen es nicht wie andere, die deutschen Grund und Boden hier an der Saar verkümmern lassen und damit der französischen Propa¬ ganda in die Hände arbeiten.“ Deutsch-demokratische Partei (Dr. Scheuer) „Namens der deutsch-demokratischen Partei gebe ich folgende Erklärung ab: Mit Genugtuung habe ich aus der Botschaft der Regierungskommission ent¬ nommen, daß sie entschlossen ist, mit dem Landesrat zum Wohle der Be¬ völkerung zusammen zu arbeiten. Wahrhaftigkeit ist nach meinem Dafür¬ halten auch in der Politik unbedingtes Erfordernis. Deshalb halte ich es in diesem Augenblick, da der Landesrat eröffnet wird, für nötig, meiner Mei¬ nung dahin Ausdruck zu geben, daß ein solches gedeihliches Zusammen¬ 343