52 Dialektik und Leben heteronom an das Leben herangebracht, so daß wir ihn im ganzen oder in seinen Einzelstufen und ihrer Verteilung untereinander mit unmutiger Mißbilligung als ein künstlich zurechtgemachtes Beur- teilungsprinzip ablehnen könnten. Von der Dialektik sprechen, das heißt mehr, als sie nur mit der kalten Gebärde begrifflicher Wissen- schaftlichkeit ins Auge fassen: das heißt, den autonomen Kampf des Lebens wagen; das heißt, sich in das Leben selber versenken; das heißt, dem Schicksal des Menschen ins Antlitz schauen und das eigene Schicksal ergreifen und zu verstehen suchen.