278 Über das Gewölbe einer Kapelle in der Kirche zu Loreto, von Franc. Menzocchi muß auf Vasari XI, p. 94, v. di Genga verwiesen werden, - und über die Arbeiten des Forbicini auf XI, p. 134, v. di Sanmicheli; - über Vasaris Hauptstukkator, den höchst resoluten (terribile) Marco da Faenza auf XIII, p. 15 s., v. di Primaticcio; - über die Arbeiten des Pellegrino Tibaldi ebenda, p. 11 s.; es sind Gewölbestukkaturen und Altareinfassungen seines frühem Stiles, nach 1550; deutlich verraten die von ihm herrührenden Teile der Domfassade von Mailand selbst im Marmor den kühnen Stukkator. Nach 1550 von unbekannter Hand die graziösen gemalten Arabes- ken am Gewölbe der Palazzina zu Ferrara. § 179 Verfall der Gattung In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlischt der von den antiken Thermen und Palasträumen ausgegangene Antrieb mehr und mehr; die beginnende Gegenreformation dringt dem Gewölbe und dem Wandzierat eine Menge erzählender Darstellungen und sachlicher Beziehungen auf, welche nicht so frei in Schönheit sich auflösen lassen, wie einst das Figür- liche in den Loggien; die naturalistische Auffassung kommt hinzu, um diesen Szenen das schöne leichte Dasein im dekorierten Raum und den Zusammenklang mit demselben unmöglich zu machen. Dagegen wird erst jetzt der Stukko mit der vollen Pracht, Freiheit und Energie als einfas- sendes, elastisch spannendes und tragendes Element in den Gewölben gehandhabt. Auch die willkürlichste Einfassungsform, der Cartoccio (§ 5°)> wird massenweise gebraucht. Die gemalten Deckenarabesken im ersten Gang der Uffizien zu Flo- renz 1581, von Poccetti; - diejenigen in der vatikanischen Bibliothek und in der Sala ducale des Vatikans, heiter und reich, aber schon sehr unrein; - diejenigen der Galeria geografica ebenda, mit kirchen- geschichtlichen Szenen von Ant. Tempesta überladen. Poccettis sonstige Arbeiten, immer vom Besten dieser Zeit: das mitt- lere Gewölbe in der Vorhalle der Innocenti zu Florenz, dann aus Stukko und Malerei gemischt: das Gewölbe der S. Antoniuskapelle in S. Marco und die kleine Hofhalle (links) in Pal. Pitti. - Ebenfalls relativ treff- lich: ein von den beiden Alberti gemaltes Kapellengewölbe in S. M. sopra Minerva zu Rom, - und einiges in den Kupoletten des rechten Seitenschiffes in S. Maria presso S. Celso zu Mailand, von Cerano- Crespi, Campi usw. Von den vorherrschend stukkierten Gewölben, unter welchen die bloß einfarbigen, etwa mit Gold, den Vorzug haben, ist wahrschein- lich dasjenige von S. Maria a’ monti zu Rom (von Giac. della Porta?) das einflußreichste geworden, wie es denn wohl das schönste dieser