265 rentino begann seine Laufbahn mit dergleichen; Vasari IX, p. 68 s., v. di Rosso. - Der größte aber in diesem Fache muß Jacopo Pontormo, und zwar von früh an gewesen sein; Vasari XI, p. 31, 33, 41, 43, v. di Pontormo. Sein Ruhm stellte sich schon 1514 fest, als Leo X. nach Flo- renz kam und dessen ganzer Anhang lauter mediceische Wappen in pietre, in marmi, in tele ed in fresco machen ließ ; Pontormos Einfassung eines dieser Wappen an der Annunziata bestehend aus Tugenden, Kinderfiguren usw. entlockte selbst dem Michelangelo einen Ausruf des Entzückens ; - andere Wappen von ihm im Kastell, an Casa Lanfredini, in Casa Spina in Florenz; alles wohl längst nicht mehr vorhanden, aber ohne Zweifel nachklingend in allen bessern Wappenmalereien des 16. Jahrhunderts; vielleicht schon in dem ebenfalls untergegangenen Wappen Pauls III. von Francesco Salviati an einem Palast in Rom, »mit einigen großen und nackten Figuren, welche den größten Beifall fanden«, Vasari XII, p. 55,^. di Salviati. Von den Wappen, welche die Regierungen in allen Ortschaften ihres Gebiets malen ließen (Milanesi II,/. 397, zum Jahr 1482), und vollends von den fürstlichen Wappen und Devisen, mit welchen Gastwirte ihre Lokale schmückten (Lomazzo,/. 349, mit komischer Entrüstung gegen solchen Mißbrauch), ist hier nicht nötig zu reden. - Auch von Wappen, welche neugewählte Beamte in den betreffenden Gebäuden malen oder meißeln ließen (Pal. de’ Tribunali zu Pistoja, Pal. del Podestà zu Flo- renz), ist keine in künstlerischer Beziehung nennenswerte Reihe vor- handen. VII. Kapitel MALEREI UND STUKKIERUNG DES INNERN § 169 Friese und Wanddekorationen Von der dekorierenden Malerei des Innern sind zunächst zu erwähnen die Friese flachgedeckter Säle und Zimmer, welche als Mittelglied zwischen der kassettierten und bemalten Decke und den mit Teppichen behange- nen oder sonst verzierten Wänden meist vollfarbig ausgeführt wurden. Ob aus dem 15. Jahrhundert und aus der besten Zeit des folgenden etwas Wichtiges von dieser Art erhalten ist ? - Der Fries konnte fort- laufend oder mit Unterbrechung durch wirkliche oder gemalte Trag- figuren gemalt sein; sein Inhalt genreartig, mythologisch, oder histo- risch; zur Zeit des Barockstiles besonders Schlachten u. a. Szenen aus der römischen Geschichte; seltener Landschaften und Ansichten von Gebäuden. (Letzteres in der obersten Halle der vatikanischen Loggien.)