durchaus nicht immer. Die Beschränkung des Umfanges und der For- men zugleich war und blieb in jedem einzelnen Falle Sache des feinem künstlerischen Gefühls. Fig. 59 Pal. Serristori zu Florenz (Nohl.) § 93 Der Palast von Urbino und die Bauten der Ro magna Neben Palazzo Medici galt im 15. Jahrhundert besonders der Palast von Urbino als in seiner Art klassisch; später gesellte sich als dritter hin- zu der gewaltige Backsteinpalast der Bentivogli zu Bologna. Über den Palast von Urbino Vasari IV, A 137 s’> Nota, v. di Paolo Romano, und p. 205, Nota, v. di Franc. di Giorgio, sowie das Prachtwerk von Arnold. Der große Federigo von Montefeltro (§6) baute und schmückte seit 1447 beständig daran, zuerst mit Hilfe des Illyriers Lu- ciano da Lauranna (§ 11); erst um 1480 kam Baccio Pintelli hinzu, von welchem wesentlich der schöne Hallenhof herrühren soll, ebenso wie derjenige in dem kleinen herzoglichen Palast zu Gubbio, »einem der schönsten, die man sehen könne«, wie die im § 42 erwähnten veneziani- schen Gesandten urteilten. - Der Pal. von Urbino, auf schroffem und ungleichem Grund und daher außen unregelmäßig, genoß den höchsten Ruhm durch seine vollkommen zweckmäßige Anlage und fürstliche Pracht. Lorenzo magnifico erbat sich eine genaue Aufnahme davon; Gaye, carteggio, I, p, 274. Die Haupttreppe, laut Vasari die trefflichste,