io8 Die nunmehrigen Elemente der Fassade von zwei Ordnungen, wie sie sich damals festsetzen und bis tief in die Barockzeit behaupten, sind folgende: Die Ordnungen, unten meist korinthisch oder dorisch, oben Kom- posita, sind ausgedrückt vorzugsweise in bloßen Pilastern, seltener in Halb- oder Dreiviertelssäulen oder isolierten Säulen mit Begleitung von Pilastern; - ihre Gruppierung dient dazu, die Fassade zu gliedern; - Friese und Architrave schmucklos; - leises Vortreten des mittlern Teiles der Fassadenfläche und folgerichtig auch des Giebels; - kräf- tige Bildung der Hauptpforte, etwa mit vortretenden Säulen, wenn sonst die Wandordnungen nur aus Pilastern bestehen; - Nischen, - vertiefte quadratische Felder, welche als Andeutung von Reliefs gelten mögen; - mächtige Bildung des Hauptfensters; - Schmuck von Laub- werk und Kartuschen, etwa von Kapitell zu Kapitell gehend; - hie und da der Dachrand mit Balustraden, Statuen und Akroterien ge- schmückt; - die Voluten derb gebildet; - dies Alles porportional zu- sammengestimmt sowohl in Beziehung auf die Größe als auf die stär- kere oder mäßigere Plastik der sämtlichen Teile. Fig. 40 S. Maria de’ Monti (Nach Letarouilly)