der halben Höhe der dem verstorbenen Mitglieds zustehenden Pension und Waisengelder nach der Zahl der Kinder und dem Grade der Verwaisung. Trotzdem das Vermögen der Kasse 1907 schon nahezu eine Million Mark betrug, wurde nach Einführung der deutschen Privatbeamten-Versicherung, welche die Aufgab der Pensionskasse der Firma, wenn auch mit verringerten Leis- tungen, übernahm, zu Gunsten der Pensionskasse auf Veranlas- sung des Kaiserlichen Aufsichtsamtes für Privatversicherung eine Sicherheitshypothek von 1 Million Mark auf die der Firma gehörige Dresdener Fabrik eingetragen. Wir kommen schliesslich zu einer dritten Einrich- tung der Firma, die im Prinzip, wie die beiden schon bespro- chenen faktisch, schon in den Fabriken der Firma vorhanden war, bevor die Regierung zum Wohle der Arbeiterschaft zu ihr Stellung nahm, nämlich zum Sparzwang für jüngere Arbeiter. Schon im §64 der 1863 von der Kgl. Regierung genehmigten Statuten der St. Antonius-Bruderschaft zu Mettlach heisst es: ” Für iunge Arbeiter unter 25 Jahren kann der Vorstand im Einverständnis mit ihren Angehörigen einen Teil des Ver- dienstes in die Sparkasse einlegen lassen." Es handelte sich also tatsächlich um einen bedingten Sparzwang für jüngere Arbeiter, der nur noch nicht allgemein durchgeführt war. In den neunziger Jahren beschäftigte sich nun auch die Regierung des öfteren mit dem schwierigen Pro- blem der gesetzlichen Einführung eines solchen ganz allge- meinen Zwanges, die jedoch bisher an dem nur zu verständli- chen Widerstande zahlreicher Unternehmer scheiterte. Die Re- gierung suchte darum zunächst 1897 einzelne Unternehmer zu bewegen, den Sparzwang versuchsweise einzuführen.^Diesen Versuch machte damals als eine der ersten auch die Firma und