der Mettlacher Keramarbeiter ebenso, wie ihre Vorsicht und Erfahrung in Qrganisationsangelegenheiten lehnte sich gegen eine solche Schematisierung entschieden auf, und so antwor- tete Eugen Boch am 7. Oktober 1856, "dass die St. Antonius- Bruderschaft keine Abänderung ihrer Statuten selbst zu bean- tragen geneigt sei. Bei der Aufnahme neuer Mitglieder in dia Bruderschaft muss jeder statutenmässig einen Zuschuss geben, der dem Vormögensanteil des Mitgliedes entspricht. Jeder Ar- beiter, der im Stande ist, diesen Beitrag zu geben, und der in der Fabrik eine feste Stelle hat, wurde bisher als Mitglied aufgenommen." Nach weiteren Verhandlungen mit der Regierung musste die Bruderschaft aber dennoch schliesslich nachgeben -------^--- und 1863 ihre Statuten entsprechend abändern. Ein weiterer gesetzlicher Eingriff erfolgte im Jahre 1883 bei Durchführung des deutschen Kranüenversicherungsgesetzes, die die Satzungs- änderungen vom 20. November 1886 und 17. Juni 1803 mit Nach- trägen vom 8. Februar 1896 und 3. März 1900 zur Folge hatte, Die letzte Aenderung der Satzung erfolgte am 1. Oktober 1910, nachdem die Regierung auf Grund versicherungstechnischer Be- rechnungen durch Erhöhung der Beiträge, Herabsetzung der Leis- tungen und Schaffung neuer Reserven eine weitere Sicherstel- lung der finanziellen Grundlagen der Bruderschaft nabh Mass- gabe der Gesetze vom 12. Mai 1901 und 30. Mai 1908 gefordert batte/ Im Laufe dieser inneren Wandlungen seit Beginn der deutschen Sozialgesetzgebung war die Bruderschaft mehr und mehr zu einer reinen Fensionskasse für Arbeiter, Witwen und Waisen geworden, nachdem seit Anfang der achtziger Jahre die in den Fabriken begründeten Betriebskrankenkassen die Krankenpflege, die erste und ursprünglichste Aufgabe der Bruderschaft, übernommen hatten. Auch die sittlich-religiöse 0 Förderung der Arbeiterschaft musste naturgemäss nach und *2: