zur Einführung der in Frankreich schon früher gepflegten Litho-fi grafie, des Stein- oder huntdrucks, über, der von einem gewis- sen Ilecker aus Paris, der von 1851-1866 in den Diensten der Firma tätig war, in den Betrieben der Firma eingeführt wurdet Nach mehrjährigen kostspieligen Versuchen gelang es, den Bunt- druck auf eine wachsende Anzahl Farben auszudehnen, und 1862 konnte die Handelskammer Trier darüber berichten; ” So hat die Mettlacher Fabrik den lithografischen Farbendruck auf Steingut ziemlich ausgedehnt und zu einer Vollkommenheit gebracht, die anderwärts wohl noch nicht erreicht ist. Sio be- j schäftigt bereits 5 lithografische Pressen und hat schon eine reiche Auswahl von Farben und Zeichnungen.” Von Mettlach aus hatten zahlreiche Fabriken dos In- und Auslandes, so in V/ächMrsbach, Bonn, Kopenhagen, Rorstrand, Dresden u. a., das Steindruckverfahren übernommen. Seit 1860, der Uobernahme der Mettlacher Fabrikdirektion durch Herrn Edmund von Boch, wurde dem Buntdruck besondere Sorgfalt zuge- wandt und unter seiner Leitung wurde die Farbonskala mehr und mehr bereichert. So war also das Ausland bis gegen 1870 fabrikations- technisch infolge der nachhaltigen Bestrebungen der Firma nicht nur erreicht, sondern albbald sogar überflügelt und die Firma konnte nunmehr ihre ganze Sorgfalt in erhöhtem Masse Bestrebungen den neu erwachenden gewerbehygienischen Ättflefifthö-eü zuwenden, die ebenfalls technische Verbesserungen und Neuerungen erfor- derten. Auch auf diesem Gebiet liess die Firma es sich nicht nehmen, vorbildlich voranzugehen und in den meisten Fällen der Gesetzgebung vorzugreifen. Dabei spielte die Bekämpfung der Unfallgefahr, die in der Keramik naturgemäss nur von sehr geringer Bedeutung ist, eine untergeordnete Holle. Grösseros Interesse dagegen erheischte die gesundheitliche Reform der Betriebe, insbesondere Erkrankungen der Atmungsorgane und die Bleigofährdüng einzelner Arbeiter, die freilich auch früher . fnuF selten Opfer forderte.