wirtschaftlichen Anschauungen des Unternehmers notwendig diesem 21 nie entgegen, denn auf der einen Seite bedeutet es in Hinblick auf die vertriebenen Warenarten eine Zusammenfassung einer Anzahl kleiner Handelsunternehmungen mit stets relativ beträcht- lich höheren Anlage- und zumal Betriebskosten in einem bestimm— ten Bezirk zu einem einzigen, mit geringeren Anlage- und ins- besondere viel geringeren Betriebskosten arbeitenden Zentral- unternehmen und auf der anderen Seite führt es natürlich im Verkehr der Fabriken mit den Fabriklagern der einzelnen Bezir- ke zu der Möglichkeit des ausgedehntesten Waggonversardes an diese Absatzorgane an Stelle des weit kostspieligeren Fracht- oder Stückgutversandes, d. h. zu einer beträchtlichen Vermin- derung der Transportkosten, die um so mehr in's Gewicht fällt, je grösser die Menge der in den einzelnen Bezirken abgeretz- ten Waren, je schwerer ihr Gewicht und je geringer ihr Wert ist. Will man also das Fabriklagersystem schlechthin und prin- zipiel verurteilen, so lehnt man sich damit gegen jede hiheie, weil produktivere Ferm der technisoh-ökonomisehen Entwicklung auf. Man könnte es etwa mit dem gleichen Rechte tun, mit dem man die Eisenbahnengals Verkehrsmittel, nicht als strategi- sches Hilfsmittel betrachtet-im Hinblick auf die geschädigten Interessen der Fuhrunternehmer und Schiffer ablehnen könnte. In der Keramik schliesslich findet das Fabriklager seine besondere Berechtigung in der Tatsache, dass es den so ungeheuer komplizierten Verkehr zwischen der Produktioiis- und der Konsumentensphäre vereinfacht und erleichtert. Der Charak- ter der keramischen Fabrikation, die ungeheure Differenzie- rung nach Zweckbestimmung der Gegenstände, nach qualitativen Abstufungen, nach Erdteilen, ländern, Bezirken, Gesellschafts- Schichten, nach Stadt und Land, nach Mode und Geschmack des