i C. Dio Faionce - Manufaktur zu Mettlach. Mettlach, mit seiner Umgebung ein altrömischer Kultur- boden, verdankt seine hohe politisch-historische' Stellung, dio es bis zur Revolution einnahm, der schon gegen 696von dom fränkischen Edelinanno und nachmaligen Trierer Erzbischof Lutwi- , nus gegründeten Benediktiner-Abtei, dio im ausgehenden Mittel- alter und noch zu Beginn der Neuzeit eine Pflegestätte geisti- ■ gen Lebens, eine Stätte ernster Arbeit und eine Quelle vielsoi- tiger Anregung war und mit dor Beschichte Kurtriers und Lothrin- gens auf das engste vorknüpft ist. Und doch ist heute von allen jenen Errungenschaften ausser wenigen stolzen Ruinen nichts ; mehr vorhanden. Die höchste Bedeutung der Abtei, ihre öffentlich- rechtliche Stellung und ihr politischer Einfluss, sie wurde von der Revolution mit einem Schlage gewaltsam vernichtet, und ihre Arbeit, vorwiegend geistiger und geistlicher Usttur, sie ging in der Fülle dor späteren Entwicklung auf, ohne sicht- bare Spuren zu hinterlassen. Mas sie an dauernden Wirtschaft- . liehen Werten schuf, war, von der ersten schweren Pioniorarbeit abgesehen, nicht so hoch anzuschlagen, denn einmal waren es die Fröhnder, denen das Verdienst der Bodenkultivierung zu- kommt und auf der anderen Seite war iöre Tätigkeit überhaupt -und konnte nur sein- eine überwiegend agrarische, wahrend die Zukunft Mettlachs bei der vorhandenen ungünstigen Boden- gestaltung, dem sumpfigen Gebiet und dor mangelhaften nrtrag- fahigkeit der von jeher kärglichen Landwirtschaft eine gewere- lich—industrielle war und sich völlig unabhängig ^on der ab toi und ihrer Tätigkeit erst nach ihrem Untergange gestaltecu. Erst nach Einführung der keramischen i