142 Studien über Ganzheit. produziert. Beispiel: der abgefurclite Keim; Anlage des Schultergürtels usw. Beide Begriffe durchdringen einander bisweilen, z. B. angesichts des vierzeiligen Furchungsstadiums: jeder der vier Partner kann hier für sich das Ganze leisten, aber auch jeweils alle vier oder beliebige drei oder beliebige zwei zusammen. Das Problem „Das Eine und das Viele“ tritt angesichts beider Arten von äquipotentiellen Systemen auf; das Problem der „Verständigung“ nur beim harmonischen. Nur kurz, weil dem intim Biologischen angehörig, mag endlich noch ein drittes Feld des Geschehens genannt sein, auf dem das Verhältnis des Einen zum Vielen ins Spiel tritt; ich meine die Aufsplitterung einer Ur- potenz in Sonderpotenzen, die dann zur Potenzbeschrän- kung führt, von der auf S. 137 kurz die Rede war. Die „vielen“ Sonderpotenzen beschränkter Art stammen hier ja sicher aus der „einen“ Urpotenz. Gbrigens haben wir ja gesagt, und die neueren Potenzforschungen, zumal Spemanns und seiner Mitarbeiter, bestätigen es, daß hier vielleicht nur scheinbare Potenzbeschränkungen vor- liegen. Bedeutet ja sogar die erste Aufsplitterung der Ur- potenz, welche zu „Ektoderm“ und „Entoderm“ führt, keine radikale Potenzbeschränkung.