Die ontologische Phänomenologie. 43 Es verdient hier angemerkt zu werden, daß ich, von aller „Kulturwissenschaft“, wie schon gesagt, ganz ab- gesehen, auch um Telepathie, Hellsehen, Gedanken- lesen und Verwandtes, wenn ich nicht selbst ein „Me- tagnom“ bin1), nur „behavioristiseh“ wissen kann. Das heißt: ich erlebe unmittelbar Jetzt-Hier-So-Data, nämlich Worte oder Schriften des Metagnomen, und deute sie kausal auf parapsychischem Boden, weil der normal- psychische versagt. Das gilt allerdings nur, wie gesagt, „wenn ich nicht selbst ein Metagnom bin“, nicht, wenn ich es bin; und insofern möchte man geneigt sein zu sagen, daß der Metagnom selbst, freilich nur er, vielleicht doch so etwas wie ein unmittelbares Wissen um Fremd-Seelisches, in Form von Gedankenlesen oder anderem, besitze. Aber das ist doch auch für den Metagnomen selbst nicht der Fall, wennschon Jetzt—Hier—So-Data, also Behavio- rismus, für ihn nicht in Frage kommen. Jetzt—Ich—So- Data kommen für ihn in Frage. Das aber ist auch da der Fall, wo einer rein introspektiv seine eigene Gesetzes- psychologie macht auf ganz normalem Boden — (reinste Psychologie ist ja stets introspektiv gewonnen und bleibt ich-eigen). Der „normale“ Introspektivpsychologe erfaßt die zeitliche Abfolge seiner Jetzt—Ich—So = Data und sagt dann: Um Ordnung in dieser zeitlichen Abfolgegesamt- heit zu erfassen, muß ich von „meiner Seele“, von „de- terminierenden Tendenzen in ihr“, von „meinem Unter- bewußtsein“, „meinen Komplexen“ reden. Ich muß auch von „psycho-physischen“ Verkettungen reden, von x) Wir verwenden dieses durch französische Denker eingeführte Wort an Stelle des unglücklichen Wortes „Medium“, wohl wissend, daß es den griechischen Wortsinn nicht trifft — {fitzayvcbfi^ heißt Sinnesänderung!)