16 Die Möglichkeitserwägung. vitalistischen Problems, die Antwort: eine präformierte materielle Mascbinenstruktur muß ausgeschaltet, muß als „nicht da sein könnend“ nachgewiesen werden. Wie geschieht das ? Indem man experimentell prüft, oh es Vorgänge gibt, denen solche Struktur wesensmäßig nicht zugrunde liegen kann. Das sagt noch der Philosoph. Der Forscher experimentiert dann. Ergebnis: Ja, es gibt solche Vorgänge; es sei denn (fügt der Philosoph bei), man wolle die Natur einschließlich des Leibes des Experimentators als eine große absolute, bis auf jedes Elektron deter¬ minierte Präzisionsmaschine ansehen, wie J. Schultz das will. „Es sei denn“ — also ist die Sache nicht ganz sicher ? Sie ist doch sicher, führt der Philosoph, auf einen anderen Problemkreis, einen solchen der notwendigen Bedeutungs¬ zusammenhänge, überspringend, aus. Denn „Parallelis¬ mus“ im üblichen Sinne ist unmöglich, weil Materien¬ struktur und „Sinn“ wesenhaft nicht als eadem res (Spinoza) zusammen„gehen“. Das hier war eine recht komplizierte Sache, die wir absichtlich, Möglichkeits- und Wirklichkeitsforschung stufenmäßig durcheinander würfelnd, zur Sprache ge¬ bracht haben, um ein Beispiel dafür zu geben, wie man es praktisch wohl „machen könne“. In anderen Fällen, z. B. bei der Bestimmung „wirklicher“ Kurven, z. B. Planetenbahnen, im Unterscheide von bloß möglichen liegt alles viel einfacher.