— 28 — Art des Abbaues übt Einfluß auf die Durch ­ schnittstonnen ­ förderung aus. hei bl = 295,5 t bei b 2 — 352,5 t bei b — 430,5 t Also selbst in diesem engen Rahmen, bei der unmittelbaren Kohlenge ­ winnung weist die Fördermenge bei jeder einzelnen Kameradschaft in den ver ­ schiedenen Monaten und dann zwischen den verschiedenen Kameradschaften außerordentliche große Schwankungen auf. Die Arbeiter waren daran nicht schuld. Der auf sichtführ ende Beamte bemerkte nämlich zu dem Ergebnis unter anderem: „Hier könnte man leicht die Behauptung auf stellen, daß die Leute in der Arbeit b recht fleißig gewesen wären und die anderen träger. Nach unserer Überzeugung haben die sämtlichen Arbeiter in den drei Arbeiten ihre Schuldigkeit getan, d. h. gleich viel gearbeitet. Es war darauf Bedacht genommen, gleichwertige Arbeiter in jeder Arbeit zu verwenden Von großem Einfluß auf die Durchschnittsförderung ist auch die Art des Abbaues. Einige charakteristische Beispiele für die verschiedenartige Er ­ giebigkeit mehrerer Abbauarten teilt die Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinen ­ wesen im 48. Band mit. 1 ) Auf Grube Dudweiler waren in Flöz 13 Versuche mit verschiedenen Abbauarten angestellt. Das mit 15 Grad nach Norden ein ­ fallende Flöz hatte in dem in Betracht kommenden Teile eine Mächtigkeit von 3,50 Meter Kohle in 4 Bänken ohne Zwischenmittel. Es betrugen bei den ver ­ schiedenen Abbauarten: Art des Abbaues Gewinnungs ­ und Förderkosten pro Tonne Mk. Material ­ kosten pro Tonne Mk. Unterhal ­ tungskosten pro Tonne Mk. Gesamte Selbstkosten pro Tonne Mk. Durchschnitts ­ förderung pro Monat und Schicht t Stoßbau 2,04 0,73 0,56 3,33 2,59 Pfeilerrückbau. . . Abbau in zwei Lagen 2,10 0,47 0,45 3,02 2,11 (Streb- u. Rückbau) 1,92 0,36 0,00 2,28 2,99 Ähnliche Erfahrungen wurden, wie an derselben Stelle berichtet wird, in Flöz 6 im Ostfeld der Grube Dudweiler gemacht. Das genannte Flöz hatte dort eine Mächtigkeit von 3,19 Meter mit 2,31 Meter Kohle in 5 Bänken, die durch 4 Bergmittel von insgesamt 0,88 Meter getrennt waren. Es betrugen hier: Art des Abbaues Gewinnungs ­ und Förderkosten pro Tonne Mk. Unterhal ­ tungskosten pro Tonne • Mk. Material ­ kosten pro Tonne Mk. Kosten insgesamt Mk. Förderung pro Mann und Schicht t Stoßbau 1,94 0,56 0,26 2,76 2,11 Pfeilerbau Strebbau mit Pfeiler- 1,84 0,42 0,84 3,10 2,11 rückbau 2,32 0,12 0,19 2,63 2,13 Ebenso lehrreiche Beobachtungen machte man bei Versuchen in Flöz Viktoria auf Grube Itzenplitz im Saarrevier}) Es betrugen dort die Kosten für eine Tonne in den Versuchsarbeiten: 1. beim Scheibenbau (schwebender Strebbau in der Unterbank, Pfeilerrückbau in der Oberbank) 3,41 Mark 2. beim Scheibenbau (gleichzeitiger Strebbau in beiden Bänken, sodaß der Abbau in der Unterbank 10 Meter Vorsprung hat) 3,22 0 Versuche und Verbesserungen im Bergwerksbetriebe in Preußen während des Jahres 189g. Z. f. B. H. u. S. W. Bd. 48. B. S. 116 f. 2 ) Versuche und Verbesserungen usw. Z. f. B. H. u. S. W. Bd. 51, B. S. 221.