Full text : 1909 (0010)

69

Nr
1162
c

Domburg, den 20. Februar 109.

Zirkular M 35.

Königliches Bezirksamt
Homburg.

An die Bürgermeisterämter
des Bezirks.

Betreff:
Unterstützung des Metzgers Karl
Merten.

Der am 13. April 1857 in Landau, Fürstentum Waldeck
geborene, wegen Gichtleidens völlig arbeitsunfähige Metzger Karl
Merten zieht schon seit ca. 2 Jahren im Regierungsbezirke von
Unterfranken und Aschaffenburg umher und verursacht infolge seiner
häufigen Erkrankungen und der hiedurch bedingten Kur und Ver—
pflegung in Krankenhäusern der Staatskasse ganz bedeutende Kosten.
Im Vollzuge einer Regierungsentschließung vom 11. Februar
1909 Nro. 4380 Ruwird auf den vorgenannten arbeits- und zwecklos
im Lande herumvagierenden, schon wiederholt wegen Bettels und Land—
streicherei bestraften Merten mit dem Auftrage aufmerksam gemacht,
gegen denselben im Betretungsfalle polizeilich vorzugehen und mit
tunlichster Beschleunigung dessen Ausweisung zu beantragen.
Von Aufnahme des ꝛc. Merten in Krankenhäusern ist, soweit
dies nicht unbedingt notwendig ist, auf jeden Fall abzusehen.

Schlosser.
            
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