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Nr. 2127 0. u. 404 C.
Homburg, den 19. Argust 1809.
Zirkular M 138.
Königliches Bezirksamt
Homburg.
An die
An die Bürgermeisterämter,
Pfarrämter, Lehrer und Ge—
werbevereine.
Betreff:
Heimatschutz und Denkmalpflege.
Im Amtsbezirke befindet sich noch eine recht stattliche Zahl ein—
facher aber prächtiger Fachwerkbauten besonders in den Gemeinden,
welche zur Reichswaldgenossenschaft gehören. Leider gilt es aber
heute nicht mehr als zeitgemäß in einem solchen Hause zu wohnen,
die herrlichen Fachwerkbauten verschwinden und machen massiven
Steinklötzen Platz, an denen allerlei unschöne unnötige Schnörkel
nech das ihrige dazu beitragen, ein recht häßliches Gesamtbild zu geben.
Wird von einem Neubaue abgesehen, so schämt man sich „noch“ in
einem „leine“ eleime, oder lehme) Haus zu wohnen, man sucht die
schönen Formen des Fachwerkes zu verbergen, das Balkenwerk wird
mit Farbe zugeschmiert oder muß gar hinter einem glatten Verputze
verschwinden. Die glatten kahlen Flächen machen alsdann den Ein—
druck, als sei vor das lebhafte Gesicht des Hauses eine tote Larve
gezogen.
Es erscheint mir dringend notwendia endlich ein—
mal energisch. diesem verkehrten unschönen —AF
Einhalt zu bieten. Ein Fachwerkbau dessen Balkenwerk frei—
liegt und einen Ansirich erhält, der es aus dem hell gestrichenen