Full text : 1909 (0010)

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kanische Stachelbeermehltau (Sphacrotheca mors uvaco) breitet sich
im Reichsgebiete von Osten her mit großer Schnelligkeit weiter
aus. Das gesamte Gebiet östlich der Elbe ist bereits mehr oder
weniger stark verseucht und auch aus den übrigen Teilen des Reiches
bis zur West- und Südgrenze ist eine größere Anzahl von
Fundorten des amerikanischen Stachelbeermehltaues bekannt geworden.
Eine genauere Beschreibung der Krankheit gibt das von der Kaiser—
lichen Biologischen Anstalt für Land- und Forstwirtschaft in Dahlem
bei Steglitz herausgegebene und dort kostenlos erhältliche Flugblatt
Nr. 35. Sie befällt nicht nur die Stachelbeere, sondern auch andere
Arten der Gattung Ribes, die Johannisbeere und die als Zier—
sträucher gezogenen Arten. Die Krankheit wird namentlich durch den
Versand und Bezug befallener Pflanzen verschleppt. Deshalb wird
allen Gartenbesitzern und Obstzüchtern beim Bezug von Stachel—
und Johannisbeer sowie anderen Ribes-Pflanzen in ihrem eigenen
und im öffentlichen Interesse äußerste Vorsicht empfohlen. Man
kaufe nicht, ohne vom Lieferanten Gewähr dafür zu verlangen, daß
seine Anlagen frei von der Krankheit sind. Die Verkäufer aber
seien nachdrücklich auf das Unrecht hingewiesen, das sie begehen, und
auf die Gefahr, die sie laufen, wenn sie verseuchte Straͤucher ver—
kaufen.
            
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