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ihre Kinder selbst stillen, daher auch die Kindersterblichkeit im Bezirke
verhältnismäßig gering ist, so besteht doch zu der Befürchtung Anlaß,
daß mit der zunehmenden gewerblichen Beschäftigung der' Frauen,
oft auch aus anderen Gründen die künstliche Ernährung der Säug—
linge vorgezogen wird. Dieser Neigung ist mit aller Entschiedenheit
durch Aufklärung der Bevölkerung über die großen Gefahren der
künstlichen Ernährung für die Neugeborenen entgegenzutreten. Ein
sehr geeignetes Mittel zur Aufklärung bildet das von dem prakt. Arzt
Dr. med. Hackl in München verfaßte Werkchen „Für Mutter und
Kind“; dasselbe schildert in trefflicher, gemeinverständlicher Weise den
Wert der Ernährung des Säuglinges an der Mutterbrust und die
Gefahren und die Schwierigkeiten der künstlichen Ernährung, außerdem
enthält es eine ausführliche, pepulär geschriebene Belehrung über das
Verhalten der Frau beim Unwolsein, in der Schwangerschaft und bei
der Niederkunft, endlich eine ausführliche Darstellung der Pflege und
Behandlung der Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten.
Die Verbreitung dieser Schrift in allen Völkerschichten erscheint
dringend wünschenswert; es wird daher deren Anschaffung auf Ge—
meindekosten behufs entgeltlicher oder unentgeltlicher Abgabe an den
erwachsenen Teil der weiblichen Bevölkerung dringend empfohlen.
Der Preis des 158 Seite starken Büchleins, das in der Buch—
handlung von Georg Steinicke in München, Lindwurmstraße 54
erschienen ist, stellt sich für das einzelne Stück auf 30 D, beim
Bezuge von 11-100 Stück auf 20 40 und beim Bezuge von über
100 Stück auf 15 5.
Das unterfertigte Amt ist behufs Ermäßigung der Kosten bereit,
die Bestellungen der Gemeinden zu vermitteln; dieselben sind bis
längstens 15. Mai lfd. Irs. anher einzusenden.
Bei dem billigen Preise und dem hohen Werte des Büchleins
sür die Gesunderhaltung von Mutter und Kind wird eine recht hohe
Zahl von Bestellungen erwartet.
Schlosser.