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Homburg den 17. Tanuar 1907.
Cireular M
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Königliches Bezirksamt
Homburg.
An die
Bürgermeisterämter des Bezirks,
Betreff:
Bertilgung der Raupennester.
In den meisten Teilen des Landes sind zurzeit auffallend viele
Raupennester an den Zweigspitzen der Obstbäume, an den Weißdorn—
und Schlehenhecken und an einzeln stehenden Eichen zu bemerken.
Namentlich sind es die als graue Klumpen keuntlichen Nester des
Goldafters, in welchen Hunderte von kleinen rostbraun behaarten
Räupchen sitzen, die im Winter durch eingesponnene trockene Blätter
gegen die Unbilden der Witterung geschützt im Frühjahr die Nester
verlassen und dann außerordentlich großen Schaden an den Obstbäumen
anzurichten drohen.
Es ist deshalb dringend veranlaßt, schon im Winter die er—
forderlichen Bekämpfungsmaßregeln aufzunehmen und die jetzt leicht
sichtbaren Raupennester mit der Baumschere abzuschneiden, zu sammeln
und zu verbrennen.
Es ist daher in allen Gemeinden auf die dem Obstbau drohende
Gefahr wiederholt aufmerksam zu machen und unter Bezugnahme
auf die bestehenden polizeilichen Vorschriften mit allem Nachdruck dahin
zu wirken, daß die Bekämpfung der Raupenplage nicht bis zum Be—
ginn der Feldarbeiten verschoben, sondern schon vorher, sobald es die