Full text : 1907 (0008)

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Homburg den 22. Februar 1907.

Cireular M 51.

Königliches Bezirksamt
Houmburg.

An die Bürgermeisterämter
des Bezirks.

Betreff:
Der St. Idhanisverein für freiwillige
Armenpflege in Bayern.

Der im Jahre 1853 von Weiland Seiner Majestät dem Könige
Marimilian II. gestiftete, unter dem allerhöchsten Protektorate Seiner
Königlichen Hoheit des Prinzregenten stehende St. Johannisverein
hat nach seinen Grundbestimmungen zum Zwicke die Begründung und
Verbreitung einer geregelten freiwilligen Pflege und Vorsorge für
die Armut nach deren verschiedenen Abstufungen, sowie die Ermitt—
lung von Fonds hiefür und deren zweckmäßige Verwendung. Der—
selbe hat seinen Mittelpunkt in Muͤnchen und erstreckt durch zahl—
reiche — zur Zeit 886 — Zweigvereine sein Wirksamkeit über
alle Teile des Königreiches.
Zu den Aufgaben des St. Johannisvereines gehört namentlich
die Gewährung tätiger Aushilfe und besonderer Unterstützung
an Zweigvereine und verwandte Wohltätigkeitsvereine. Aus
der summarischen Zusammenstellung der Rechnung des St. Johannis—
vereines für das Jahr 1905 ist ersichtlich, daß in dem genannten
Jahre 362 Wohltätigkeitsͤanstalten und Vereine jeder Art in
ganz Bayern mit Unterstütungen im Gesamtbetrage von 53 600
Mark bedacht worden sind. Vielen dieser Vereine ist es durch die
gewaͤhrte Beihilfe ermöglicht worden, ihre Tätigkeit in segensreichster
            
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