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Nr. 39212
Hombung, den 20. Juni 1806.
Circular M I2l.
Königliches Bezirksamt
Homburg.
An
die Bürgermeisterämter und
Herrn Tierärzte des Bezirks.
Betreff:
Stutenkörungen.
Nach einer Mitteilung des k. Land- und Stammgestüts Zwei—
brücken vom 19. ds. Mts. sollen, wie in den rechtsrheinischen Kreisen
Bayerns, auch in der Pfalz demnächst Stutenkörungen abgehalten
und eigene Stutbücher angelegt und in dieselben blos gute und zur
Zucht geeignete Stuten eingetragen werden. Die pfälzische Pferde—
zucht ist in den letzten Jahren bedauerlicherweise zurückgegangen, und
zwar einmal weil die Züchter möglichst schwere Pferde mit ihrem
zum Teil sehr minderwertigen und ungeeigneten Stutenmaterial
züchten wollen, und dann weil gute Stutfohlen, die geeignete Mutter⸗
Stuten zu werden versprechen, frühzeitig verkauft und dadurch der
Nachzucht entzogen werden.
Die Erfolge, welche die Gründung von Züuchtergenossenschaften
und die Anlage besonderer Herdbücher in der Rindviehzucht gebracht
haben, sollen Veranlassung geben, das Gleiche auch in der Pferdezucht
zur Durchführung zu bringen.
Für die Pfalz sind 3 Stutbücher in Aussicht genommen:
a. Stutbuch für edles Halbblut
—1 „das schwere Wagenpferd
e. Kaltblut, rheinisch belgischer Zucht.