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Homburg, den 28. Nai 1806
Circular M IOoßg.
Königliches Bezirksamt
Homburg.
An die Bürgermeisterämter und
Adjunkten des Amtsbezirkes.
Betreff:
Rühn⸗; Preis für landwirtschaftliche
Handarbeit.
Die illustrierte Landwirtschaftliche Zeitung in Berlin hat zur
dauernden Erinnerung an den 80. Geburtstag des hochverdienten
Nestors der deutschen Landwirtschaftslehrer Seiner Excellenz des
Wirklichen Geheimen Rates Professors Dr. Julius Kühn in Halle
einen Kühn-Preis für landwirtschaftliche Handarbeit
gestiftet, der an die besten Pflüger, Mäher und Melker—
innen alljährlich in der Höhe ron 1000 Mk. vergeben werden soll.
Das ganze Reich ist zu diesem Zweck in 5 Gaue geteilt. In jedem
dieser Gaue wird alljährlich je einem landwirtschaftlichen Vereine,
der durch Loosentscheid bestimmt wird, die Summe von 200 Mt.
zur Verteilung als Preise für die bezeichneten Konkurrenzen zur
Verfügung gestellt. Derselbe Verein kann den Preis innerhalb 5
Jahren nur einmal erhalten.
Der landw. Bezirksverein Homburg gehört zum 4. Gau, welcher
Bayern, Württemberg, Baden und Hohenzollern umfaßt.
Der mit dem Preise bedachte Verein hat für die Preiskonkur⸗
renz 2—4 Richter zu ernennen, die illustrierte landw. Zeitung einen
weiteren als Obmann.