Full text : 1905 (0006)

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anaterials sind sie mit gut eingeriebenen Glasstoͤpfeln oder frisch aus—
gekochten Korken zu verschließen und die Stöpsel mit angefeuchtetem
Pergamentpapier zu überbinden.
Die Gefäße dürfen nicht mit einer Desinfektionsflüssigkeit aus—
gespült sein, auch darf zu dem Untersuchungsmateriale keine fremde
Flüssigkeit hinzugesetzt werden.
Der Sendung ist ein Schein beizulegen, auf dem anzugeben
sind: Die einzelnen Bestandteile der Sendung, die mutmaßliche Krank—
—D——
krankung, Heimats- oder Herkunftsort der von auswärts zugereisten
Personen, Tag und Stunde der Entnahme des Untersuchungsmaterials.
Auf jedem einzelnen Glase ist außerdem der Inhalt zu verzeichnen.
Zum Verpacken dürfen, sofern nicht den Gläsern besonders an—
gepaßte Hülsen zur Verfügung stehen, nur feste Kisten — keine
Zigarrenkisten, Pappschachteln und dergleichen — benutzt werden.
Die Gläser sind darin mittels Holzwolle, Heu, Stroh, Watte und
dergleichen so zu verpacken, daß sie unbeweglich liegen und nicht an—
einanderstoßen.
Die Sendung muß mit starkem Bindfaden umschnürt, versiegelt
und mit der deutlich geschriebenen Adresse der Untersuchungsstelle
sowie mit dem Vermerke „Vorsicht“ versehen werden.
Bei der Befoͤrderung durch die Post ist die Sendung als
„dringendes Paket“ aufzugeben.
Außdem ist die Versendung des Untersuchungsmateriales auf der
Post auch in Briefen zugelassen, soferne die im folgenden be—
schriebene Verpackung gewählt wird:
Die Umhüllungen (Taschen) der Versandgefäße bestehen aus
festem Papier mit Stoffbezug. Diese an der einen Schmalseite offenen
mit dem Vordrucke „Vorsicht. An die K. Bakteriologische Unter—
suchungsstation . . .. “ versehenen Taschen sind etwa 28,5 cm
lang und 9 em breit; sie werden nicht durch Zukleben, sondern wie
bei Warenproben durch eine kleine Klammer aus Metall geschlossen.
Bei den Versandgefäßen, die ungefähr halb so lang wie die
            
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