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Nr. 8977 X.
Homburg, den 3. August 1905.
Cireular M125.
Königliches Bezirksamt
Homburg.
An die
Bürgermeisterämter des Bezirks
Betreff:
Portokosten für Untersuchungs⸗
objekte.
Die k. bakteriologische Außenstation hat ersucht, es möchten die
Einsendungen und zwar Briefe und Pakete an die Station frankiert
und monatlich evtl. als Beilage gelegentlich einer solchen Cinsendung,
die Portokosten zurückverlangt werden, welche dann umgehende Be—
gleichung finden.
Werden Briefe oder die Stuhlversandtgefäße ꝛc. „Als Muster
ohneWert“ gesandt und vom Absender frankiert, so erwachsen „10 R“
Portokosten. Werden sie, wie bisher, nicht frankiert eingesandt, so
hat die Station „30 R“ Portokosten zu zahlen. Hiedurch erfahren
fortwährend die Portoauslagen der Station eine nicht begründete
starke Steigerung, sodaß die hiezu nötigen Ausgaben, wichtige An—
schaffungen schwer beeinträchtigen.
Die Einsendung als „Portopflichtige Dienstsache“ bedingt die
nämlichen Auslagen für die Station, wenn kein Stempel einer staat—
lichen Behörde sich auf denselben befindet.
Hievon wird mit dem Auftrage Kenntnis gegeben, diesem Er—
suchen in Zukunft zu entsprechen und die Herrn Aerzte und Desin—
fektoren des Bürgermeistereibezirkes zu verständigen.
Merckle.