Full text : 1905 (0006)

251

Nc. 3011 X.

Homburg, den 27. Juni 1806.

ssireular 6 116.

Königliches Bezirksamt
Homburg.

An die Bürgermeisterämter
und k. Gendarmeriestationen
des Bezirks.

Betreff:

Mißbräuche auf dem Gebiete des Aus—
verkaufswesens.

Nachstehend folgt Auszug aus einer höchsten Entschließung des
K. Staatsministeriums des K. Hauses und des Aeußern vom .7. dss.
Mts. Nro. 12121 II zur Kenntnisnahme mit dem Auftrage, die
erforderlichen Erhebungen zu pflegen und über das Ergebnis unter
eigener gutachtlicher Aeußerung bis längstens J. Auguftel.
Irs. anher zu Berichten.
Die Auswüchse des Ausverkaufswesens sind im Reichstage am
80. Nevember und 2. Dezember 1904 aus Anlaß der Anträge
Gräber und Genossen, Bettich und Genossen und Fatzig und Genossen
erneut besprochen worden. Diese Verhandlungen haben zu Beschlüssen
des Reichstags geführt, in denen die verbündeten Regierungen ersucht
werden, im Wege der Gesetzgebung Abhilfe zu schaffen
Auch von Seite gewerblicher Interessenvertretungen sind bis in die
juͤngste Zeit Klagen über unreelle Ausverkäufe eingelaufen.
Diese Tatsachen lassen es notwendig erscheinen, in eine Erhebung.
darüber einzutreten,
1. welches die hauptsächlichsten Mißbräuche im Ausverkaufs—
wesen sind;
            
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