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Homburg, 16. Juli 1903.
Circular M 158.
Königliches Bezirksamt
Homburg.
Betreff:
Motordreschmaschinen.
Motordreschmaschinen (uamentlich Dampfdreschma—
schinen ꝛc.), die durch die Ermöglichung eines raschen und besseren
Ausdrusches von Getreide wesentlich zu dessen günstigerer Verwertung
beitragen, sollten im Amtsbezirke noch in weit größerer Anzahl Ver⸗
wendung finden, als dies zur Zeit geschieht. Es dürfte sich dringend
empfehlen, Genossenschaften zur gemeinsamen Anschaffung und Haltung
von Motordreschmaschinen (Oreschgenossenschaften) zu bilden. Aus
Staatsmitteln werden bei nachgewiesener Bedürftigkeit der
beteiligten Landwirte und, falls anzunehmen ist, daß ohne Unter—
stützung die Beschaffung und der Betrieb der Motordreschmaschinen
nicht möglich ist, zum Ankaufe solcher Maschinen Zuschüsse und
niedrig verzinsliche Vorschüsse gewährt.
Hierauf sind die beteiligten Kreise aufmerksam zu machen und
haben die Bürgermeisterämter die Bildung von Dreschgenossenschaften
moͤglichst zu unterstützen und zu fördern. Gesuche um Unterstützung
solcher Genossenschaften wären dem unterfertigten Amte unter ein—
gehender Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse der beteiligten
Landwirte vorzulegen.
Kgl. Bezirksamt:
Stöhsel.
An
die Bürgermeisterämter
des Bezirks.